Gemeinschaftsübung von Bergwacht und Feuerwehr
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Foto: Bergwacht Grassau
Gemeinschaftsübung von Bergwacht und Feuerwehr
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Foto: Begwacht Grassau

Gemeinschaftsübung von Bergwacht und Feuerwehr

Grassau – Nach mehreren Jahren hatte die Bergwacht Grassau wieder zu einer Gemeinschaftsübung mit der Feuerwehr geladen. Dieses Mal lag der Themenschwerpunkt jedoch nicht auf der gemeinsamen Rettung von Verunfallten, sondern vielmehr auf der potenziellen Zusammenarbeit im Falle eines Bergwaldbrandes.


Aus den Erfahrungen von Waldbränden, unter anderem am Thumsee in Bad Reichenhall, hatte die Bergwacht Bayern entschieden, einen eigens für solche Einsätze ausgestatteten Anhänger bereitzuhalten. Diesen Anhänger mit Spezial-Einsatzausstattung für Umwelteinsätze betreut seit 2017 die Bergwacht Altötting, welche nun auf Einladung durch die Bergwacht Grassau mit mehreren Einsatzkräften an der Gemeinschaftsübung teilnahm.

Nico Perzl von der Bergwacht Altötting, Verantwortlicher für diesen Anhänger, präsentierte das mitgeführte Equipment und erklärte deren Eigenschaften. So sind die enthaltenen Seile und Schlingen überwiegend aus dem Material Aramid, das weitaus hitzebeständiger ist als herkömmliche Materialien wie Dyneema, bei den Seilen bspw. bis zu 400 °C.

Im Anhänger befinden sich aber auch Selbstsicherungsmaterial wie Gurte oder auch Feuerwehrkleidung. Weiter berichtete er über Erlebnisse bei Einsätzen mit dem Anhänger in Sachsen und Österreich und unterstrich die Zuständigkeiten der einzelnen Rettungsorganisationen, wonach die Bergwacht für die Sicherung der Einsatzkräfte im Gelände zuständig ist und die Brandbekämpfung den Feuerwehren obliegt.

Neben den Bergwachten Altötting und Grassau beteiligten sich die Feuerwehren aus Marquartstein, Siegsdorf, Unterwössen und Oberwössen an der Übung. Außerdem begleiteten Kreisbrandinspektor Georg König sowie Kreisbrandmeister Thomas Mayr als Beobachter das Übungsgeschehen, bei welchem dann die insgesamt circa 30 Übungsteilnehmer auf mehrere Gruppen aufgeteilt im unwegsamen Gelände die Abläufe durchgingen.

Wie Nico Perzl anmerkte, hat es sich dabei bewährt, dass immer je eine Einsatzkraft von Bergwacht und Feuerwehr zusammenarbeiten. Martin Plenk, Bereitschaftsleiter der einladenden Bergwacht Grassau, bedankte sich am Ende bei allen Teilnehmern und brachte seine Freude über die rege Teilnahme und das entgegengebrachte Interesse, insbesondere auch von den Feuerwehren zum Ausdruck.

Kreisbrandinspektor Georg König bedankte sich abschließend im Namen der Feuerwehr für die Einladung und beschwor eine gute Zusammenarbeit organisationsübergreifend. Die Rettungsorganisationen und die Einsatzkräfte müssen sich untereinander kennen, man müsse wissen, was die jeweils anderen leisten können und wie sie arbeiten, und wenn hier gut zusammengearbeitet werde, sind wir gemeinsam stark, wie er sagte.

fb/red