weather-image
28°

Für die Anliegen der Bürger da

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Der Spielplatz an der Gänsbachstraße wird neu gestaltet. Die Familienstelle kümmert sich darum (Foto: Eder)

Grassau – Die Familienstelle Grassau organisierte den mittlerweile zehnten Familientisch mit Vertretern aus den Bereichen Kinder, Jugend und Senioren zum Gedankenaustausch und zur Vorstellung von neuen Projekten. Zunächst stellte sich die Familienstelle mit den Leiterinnen Renate Götze und Margarete Kastner vor.


Seit 2011 gibt es im Rathaus die Familienstelle, die sich um Anliegen der Bürger kümmert und zudem viele Angebote in der Erwachsenenbildung organisiert. In regelmäßigen Gesprächsrunden mit Kindertageseinrichtungen, Schulsozialarbeit, Trägern der Jugendarbeit und den Agenda-Helferkreisen wird über die Familienstelle auch der Bedarf an Hilfestellungen ermittelt. Ein großes Kursangebot, angefangen bei Erste-Hilfe-Kursen über Ernährungs- und Kochkurse bis hin zu Aufklärungsveranstaltungen über Trickbetrug und Mediennutzung wird ausgearbeitet.

Anzeige

Darüber hinaus wird auch das Kinderferienprogramm organisiert. Aktuell informierte Renate Götze über die neue Ausstattung des »nicht so schönen« Spielplatzes an der Gänsbachstraße. Der Spielplatz soll mit einem Bolzplatz und neuem Spielgerät aufgewertet werden. Hierbei wird die Familienstelle ebenfalls beratend agieren. Laut Margarete Kastner steht das mittlerweile 32. Kinderferienprogramm mit 54 Programmpunkten für die Sommerferien. Sie freue sich, dass sich viele Vereine und Institutionen an dem Programm beteiligen.

Über die Sozialraum-Regionalisierung der Jugendhilfe, berichtete Sonja Rathgeb, im Landratsamt zuständig für den Bereich Achental. Vor allem gehe es darum die Ressourcen vor Ort zu stärken und vernetzen. Ziele seien frühzeitige Präventionsmaßnahmen, kurzfristige Unterstützungsangebote, bedarfsgerechte Unterstützung, aber auch Selbsthilfe, um die Familien zu stärken. Als Beispiele nannte sie verschiedene Gruppen, wie Eltern, die schwer Anschluss finden. Hier könne ein Austauschprojekt initiiert werden. Auch für Eltern, die in einer schweren Lebenssituation stecken, werden Entlastungen gesucht. Bei Mobbingfällen, Essstörungen und in Fragen der Medienkompetenz können Projekte gestartet werden. Ein Projekt sei die Öffnung des Jugendtreffs in Übersee, einmal die Woche.

Die Arbeit des Familienstützpunkts Übersee, ebenfalls zuständig für den Bereich Achental, präsentierte Andrea Roder. Sie habe die pädagogische Leitung des Stützpunkts übernommen. Vor Ort stehen Erika Stefanutti und Uschi Geiger den Familien zur Seite. Der Familienstützpunkt stellt bei Bedarf Kontakt zu anderen Einrichtungen her und macht Angebote für Eltern und Kinder vor Ort, wie die Kleiderkammer, den Krankenpflegeverein, Familienhelferinnen, Kinderferienprogramm und vieles mehr.

Tobias Gasteiger, stellvertretender Geschäftsleiter der Gemeinde Grassau, zeigte sich irritiert von der Namensgebung »Familienstützpunkt Übersee«, wenn dieser doch für das gesamte Achental zuständig ist. Seiner Ansicht nach sollte es, Familienstützpunkt Achental heißen.

Ein neues Projekt stellte die Grassauer Jugendtreffleiterin Christine Dögerl vor. So werde nun das neue Gartenprojekt mit dem Kochprojekt gekoppelt: Im neuen Beet werden Pflanzen gezogen, die später auch verkocht werden können. Im Herbst soll zudem ein Musikprojekt folgen. Zu den Aktionen zählt auch der »Mädelsabend«

Die Vorsitzende des Agenda-Arbeitskreises Familie und Senioren, Rita Laxganger, bedauerte sehr, dass das Projekt E-Auto über das LEADER Programm nicht zustande kam. Sie informierte über ihre Bemühungen ein E-Leihauto zu stationieren und wie weit sie damit bereits fortgeschritten war. Nachdem dann aber diese Möglichkeit über LEADER im Raum stand, habe sie ihre Bemühungen ausgesetzt. Nun stehe man wieder am Anfang. Es sei zudem sehr schwer, Personen zu finden, die für den Helferkreis Fahrten von älteren Bürgern übernehmen. Moniert hatte sie zudem die Anlehnbänke in den Buswartehäuschen, die gerade für ältere Personen nicht geeignet seien. Auch die einzelne, enge Sitzmöglichkeit sei nicht bequem. Gasteiger meinte, dass eine Sitzmöglichkeit ausreiche, man dies aber prüfen werde.

Der Helferkreis »Schreibkram« geleitet von Barbara Münz Seidl wird in letzter Zeit weniger benötigt. Wie Margarete Kastner berichtete organisiere der Seniorenbeauftragte Rudi Klingler Seniorenausflüge, die sehr rege nachgefragt werden und sehr gut organisiert werden. Marco Werner, Jugendsozialarbeit an der Grundschule, informierte, dass die Einzelhilfe im Mittelpunkt stehe, wobei die Themen der jungen Schüler sehr unterschiedlich seien. Einmal im Monat organisiere er ein Freizeitprogramm mit unterschiedlichen Angeboten. Überlegt werde, auch ein Elterncafé anzubieten, damit die Eltern, die sich beim Abholen der Kinder vor der Türe treffen, auch miteinander ins Gespräch kommen. tb