Fernwärmeversorgung gibt es nun auch für Rottau

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Mit dem Jugendförderpreis zeichnete Bürgermeister Stefan Kattari (von links) Manfred Scheuerer, Astrid Adersberger und Rolf Eisenkolb aus. (Foto: Adersberger)

Grassau – Gut besucht war die Bürgerversammlung der Marktgemeinde Grassau in Rottau, denn viele Bürger wollten aus erster Hand erfahren, ob eine Fernwärmeanlage errichtet wird. Bürgermeister Stefan Kattari gab bekannt: In den vergangenen Tagen beschloss der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Wärmeversorgung Grassau, dass in Rottau umweltfreundliche Fernwärme bezogen werden kann.


Das Hackschnitzelwerk, das die Wärme erzeugen wird, soll nicht wie zunächst geplant beim alten Forsthaus gebaut werden, sondern im Neubaugebiet Adersbergstraße. Die Besucher spendeten für diese Nachricht viel Beifall. Kattari wies darauf hin, dass noch immer Verträge für den Anschluss an das neue Fernwärmenetz eingereicht werden können.

Nach vielen Vorarbeiten und langer Messung der Luft erhielt Rottau erstmals das Prädikat Luftkurort, das sich gewiss positiv auf die Gästezahlen auswirken wird. Im letzten Jahr sanken sie zwar Corona-bedingt um 18 Prozent, aber heuer könnten sie wieder deutlich besser ausfallen, wenn nichts dazwischen kommt.

Einer Großbaustelle gleicht momentan das Neubaugebiet Adersbergstraße. Es werden Straßen gebaut, Strom- und Wasserleitungen sind bereits verlegt. Bei der Rottauer Feuerwehr beginnt im September der Bau des neuen Feuerwehrhauses. Mitglieder der Feuerwehr haben bei der Planung viele gute Ideen eingebracht. Jetzt können sie sich auf das neue Gebäude freuen, denn dann erhalten sie ein neues Löschfahrzeug.

Für den barrierefreien Anbau ans Pfarrheim als Veranstaltungssaal und Probenraum für die Musik gewährt die Gemeinde einen Zuschuss von 150 000 Euro. Der Spielplatz bietet keinen Schatten. In seiner Nähe kann nun ein neuer angelegt werden, bei dem es genügend Schatten gibt. Aber auch für die Jugendlichen wird heuer bei den Tennisplätzen ein Rundkurs mit kleinen Wellen und Steilwandkurven für Mountainbikes angelegt – man nennt das Pumptrackanlage.

Kattari verwies darauf, dass der Bau des Fernwärmenetzes, der Bau des Feuerwehrhauses und der Anbau des Veranstaltungssaals bei den Juroren des Wettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« im nächsten Jahr beim Bezirks- und eventuell beim Landeswettbewerb sicher gut ankommen.

Grassau sei »Kulturhauptstadt im Landkreis Traunstein« mit der größten Musikschule im Landkreis und vielen Schülern, die bei Wettbewerben tolle Erfolge erzielten. Zudem gibt es für Kurzgeschichten den »Grassauer Deichlbohrer« als Literaturpreis und bei einem Volksmusikbewerb geht es um den »Grassauer Habernspitz«.

Nachdem in der Bürgerversammlung in Grassau Rudi Jantke zum Altbürgermeister ernannt worden war und Uta Grabmüller, Dr. Hans Jürgen Grabmüller und Stefan Kattari senior Bürgermedaillen erhalten hatten, wurden nun in der Bürgerversammlung Rottau die Jugendförderpreise verteilt.

Die Preisträger erhielten je eine Urkunde und einen Scheck, gespendet von einer Grassauer Familie, die nicht genannt werden will.

Astrid Adersberger organisiert bereits seit über zehn Jahren in Rottau die Proben und Auftritte der Sternsinger, Manfred Scheuerer und Rolf Eisenkolb leisten seit vielen Jahren Kinder- und Jugendarbeit in der Fußballabteilung des ASV Grassau. Für das soziale Projekt »Schüler für Schüler« der Grund- und Mittelschule Grassau nahmen Lehrer Florian Lindlacher und vier Schüler die Auszeichnung entgegen.

Nach jedem Preisträger spielte die ReDur-Musi mit Musikanten der Musikschule Grassau ein Stückl. Diese Gruppe erhielt beim »Grassauer Habernspitz« das Prädikat »mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen«.

Zuletzt gab es Anfragen: Hans Jawurek fragte, ob zur Fernwärme mit Hackschnitzeln zusätzlich Solarzellen verwendet werden können. Darüber sei gesprochen worden, aber es sei nicht günstig, hieß es. Anni Polleichtner schlug vor, im Pfarrheimanbau eine Zweigstelle der Musikschule einzurichten.

Claudia Huber fragte: »Ist das Grundstück der Kirche hinter dem Pfarrheim frei verkäuflich? Was geschieht mit dem alten Feuerwehrhaus?« Erste Antwort: »Ja«. Mit der zweiten Frage habe man sich noch nicht befasst, so Kattari.

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