Bürgermeister-Ahnengalerie ausgehängt

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Auch in Rottau wird die Ahnengalerie im Haus der Dorfgemeinschaft zu sehen sein. Erst 1972 wurden Grassau und Rottau zu einer Gemeinde mit einem gemeinsamen Bürgermeister. (Foto: Eder)

Grassau – Im Treppenhausaufgang zum Sitzungssaal werden Besucher und Räte nun von den Grassauer und Rottauer Bürgermeistern der letzten zwei Jahrhunderte empfangen. Die Bürgermeister-Ahnengalerie war eine Idee des pensionierten Verwaltungschefs Claus-Dieter Hotz. In einer kleinen Feierstunde wurde die Galerie eröffnet.


Bürgermeister Stefan Kattari informierte, dass die Galerie eine Umsetzung des Antrags an den Gemeinderat von vor drei Jahren, gestellt von Claus-Dieter Hotz, sei. Hotz hatte beantragt, dass die Bürgermeister Ahnen an einer öffentlichen Stelle zu sehen sind. Ortsvorsteher und Bürgermeister der Gemeinden Rottau und Grassau lassen sich bis zum Jahr 1818 zurückverfolgen. Wie Kattari betonte, soll eine ähnliche Bürgermeister-Galerie auch im Haus des Gastes in Rottau ausgestellt werden. »Das ist ein schönes Symbol zur Erinnerung der Bürgermeister und ermöglicht, die großen Leistungen der Bürgermeister mit Gesichtern in Erinnerung zu halten«, betonte der Rathauschef. Wie Kattari hinzufügte, werde im Jahr 2022 das 50-Jahr-Jubiläum der Eingemeindung Rottaus gefeiert. Die Ahnengalerie in beiden Gemeindeteilen sei damit auch ein Zeichen der Gemeinschaft.

Wenn Sitzungen des Marktgemeinderats wieder im Sitzungssaal möglich werden, dann können die Bürgermeister der zwei Jahrhunderte von Besuchern der Sitzungen in Augenschein genommen werden. Derzeit finden die Sitzungen aufgrund der Coronabeschränkungen im Heftersaal statt.

Grundlage für die Galerie legten das Chronikprojekt und die Aufarbeitung der Heimatgeschichte, so Kattari. Er dankte dem Kulturbeauftragten und Leiter des Chronikprojekts, Dr. Hans Grabmüller. Seinen Dank richtete er auch an Olaf Gruß, der die Vorarbeit leistete, Fotografien suchte und zeitlich zusammensetzte. Die gestalterische Ausformung der Galerie übernahm Genia Muggenthaler-Haumayer. Diese sei den Bürgermeistern angemessen und passe aufgrund der Schlichtheit auch sehr gut in das historische Gebäude des alten Pfarrhofs, so Kattari.

Hotz freute sich über die gelungene Umsetzung. Er erinnerte, dass er, vor 40 Jahren, gemeinsam mit dem Pressevertreter Ernst Axnick eine heimatkundliche Ausstellung organisiert habe und damals die Bürgermeister notiert wurden. Damit war die Grundlage geschaffen, dass die Bürgermeister nicht in Vergessenheit geraten. Olaf Gruß, der neben Namen auch nach alten Fotos suchte, betonte, wie wichtig es sei, Fotografien aufzubewahren und zu dokumentieren. Von einigen Bürgermeistern seien kaum Fotos zu finden. Von Bürgermeister Häringer (1948 bis 1958) gab es kein brauchbares Foto, lediglich eine Karikatur sei vorhanden, informierte er. Mühsam wurde dann ein Bildausschnitt bei einem Umzug gewählt, um den damals amtierenden Bürgermeister ausstellen zu können.

Die Bürgermeister-Ahnentafel dokumentiert die Geschichte der Gemeinde und Bürgervertretungen und ist sehr sehenswert.

tb