Abgestürzter Drachenflieger an der Hochplatte
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Foto: Bergwacht Grassau
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Foto: Bergwacht Grassau

Abgestürzter Drachenflieger an der Hochplatte

Grassau – Am Ostermontag stürzte ein 64-jähriger Drachenflieger aus dem nördlichen Landkreis mit seinem Drachengleiter kurz nach dem Start an der Bergstation der Hochplattenbahn ab.


Der Mann streifte die Baumwipfel und blieb anschließend in einer Baumkrone knapp 35 Meter über dem Boden hängen. Aufmerksame Mountainbiker und Wanderer meldeten den Unfall der Rettungsleitstelle. Diese alarmierte die Bergwacht Grassau, den Rettungshubschrauber Christoph 14 und die Polizei.

Die Besatzung des Christoph 14 konnte den Verunfallten lokalisieren, stellte jedoch fest, dass der Drachen nicht sicher in der Krone lag. Nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter der Bergwacht Grassau landete der Rettungshubschrauber an der Bergstation und der Notarzt machte sich zu Fuß auf den Weg zur Unfallstelle.

Nach Eintreffen der Einsatzkräfte wurde sich für eine bodengebundene Rettungsaktion entschieden, da die Abwinde des Rettungshubschraubers einen Absturz des Drachen verursachen könnten. Zwei Retter stiegen zu dem Verunfallten auf und sicherten zuerst den Drachen gegen den Absturz. Danach wurde der Pilot des Drachens nach unten abgeseilt und vom Notarzt untersucht. Neben einem Unterarmbruch konnte noch eine starke Prellung im Oberschenkelbereich und zahlreiche Schürfwunden diagnostiziert werden. Nach der medizinischen Versorgung wurde der Verletzte mittels des Rettungsfahrzeugs zur Talstation abtransportiert und dem wartenden Rettungshubschrauber übergeben, welcher ihn dann ins Klinikum Traunstein brachte.

Abgestürzter Drachenflieger an der Hochplatte
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Foto: Bergwacht Grassau

Auch das Abbergen des Fluggerätes wurde durch die Einsatzkräfte vorgenommen. Zwei Polizisten, die privat an einer nahe gelegenen Alm waren, nahmen den Unfall auf. Nach knapp 4 Stunden konnten die acht Einsatzkräfte der Bergwacht Grassau den Einsatz beenden.

fb/red