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30 Prozent mehr Übernachtungen

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Mit neuen Liegebänken wurde der Grassauer Kurpark ausgestattet.

Grassau – Die Auslastung der Betten in Grassau wurde in den letzten Jahren enorm verbessert, betonte Tourismusleiterin Christiane Lindlacher im Tourismusausschuss unter Vorsitz der zweiten Bürgermeisterin Doris Noichl. Vertreter des Gemeinderats, der Vermieter und des Tourismusvereins Rottau freute der positive Bericht über das vergangene Geschäftsjahr.


Der Tourismus in der Gemeinde befindet sich im Aufwind. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im vergangenen Jahr 11,5 Prozent mehr Übernachtungen und 21 Prozent mehr Gäste gezählt. Der Anstieg war besonders im Februar und März spürbar, erklärte Lindlacher. Dies spreche für viele Winterurlauber. Zuwächse sind im Hotelgewerbe, aber auch bei den Ferienwohnungen zu verzeichnen.

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Ein Vergleich zu 2012 zeige, dass die Zahl der Gäste in den sechs Jahren um 50 Prozent und die Übernachtungen um 30 Prozent gestiegen seien, obwohl im gleichen Zeitraum die Bettenzahl um Hundert auf 1435 sank. Damit sei die Auslastung enorm verbessert worden. Auch für 2019 prognostizierte sie einen weiteren Zuwachs an Gästen und Übernachtungen.

Zu den Aufgaben der sieben Beschäftigten in den Tourist-Informationen Grassau und Rottau zähle neben der Gästebetreuung auch die Verwaltung der Gebäude, Organisation des Veranstaltungsprogramms, der Ticketverkauf wie auch die Verbandsarbeit. So sei Grassau im Chiemgau-Tourismus Verband wie auch im Chiemsee-Alpenland Tourismus und noch bis Jahresende in der Werbegemeinschaft des Ökomodell Achental vertreten.

Logo von »6 am Chiemsee« überarbeitet

Durch den Austritt Marquartsteins aus der Werbegemeinschaft »6 am Chiemsee« wurde das Logo überarbeitet und Seeon als sechster Ort eigens benannt. Auch die geplante Werbegemeinschaft der 19 Gemeinden rund um den Chiemsee schreite voran.

Zum Buchungssystem IRS 18 berichtete Lindlacher, dass die Umstellung der Provisionierung im Rahmen eines Pilotprojekts bei einigen Vermietern ein voller Erfolg gewesen sei. Dies sei vor allem am Zuwachs bei den Gäste- und Übernachtungszahlen zu sehen. Waren 2016 30 Unterkünfte online buchbar, so stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 50. Weiter verwies sie auf Schulungen und Veranstaltungen für Gastgeber zum neuen Meldesystem und berichtete über die elektronische Gästemeldung, die ab heuer für Betriebe mit entsprechender technischer Ausstattung verpflichtend sei.

Über 1000 Veranstaltungen in Grassau und Rottau wurden im Veranstaltungskalender beworben. Organisiert wurde zudem das »genial vital Sportprogramm«. Leider könne Zumba nicht mehr im Hefterstadel angeboten werden. Die Anwohner beschwerten sich über Lärmbelästigung während der Veranstaltung. Erlebnisangebote wie Vollmondwanderung, »Galgen und Gericht«, alle geführten Wanderungen und auch die Führung durch das »Sawallisch-Wohnhaus« seien online buchbar.

Sehr beliebt sei das neue »Wander-Faltblatt« mit Tipps rund ums Wandern. Auch die neuesten Werbegeschenke wie Ohrstöpsel, Postkarten, Trinkwasseraufkleber und -Flaschen sowie Spielkarten stellte Lindlacher vor. In Arbeit sei zudem ein neuer Werbefilm. Geworben werde in den sozialen Medien, über den Newsletter sowie über die Werbegemeinschaft »6 am Chiemsee«, die Verbände »Chiemgau Tourismus«, »Chiemsee Alpenland Tourismus« und »Ökomodell Achental«.

Neue Liegen im Kurpark ergänzen das Erholungsangebot. Auch zwei neue Webcams wurden in Rottau und am Reifinger See installiert. Im Ausblick informierte die Touristikleiterin über die Zertifizierungen Grassaus und Rottaus als Luftkurorte. Seit Februar 2018 werde noch bis März in beiden Orten an fünf Stellen gemessen. Die Zwischenberichte seien sehr erfolgversprechend.

Jens Hornung, Marketingleiter des »Chiemgau Tourismus«, informierte über die Teilnahme am Markenprozess »Chiemgau«. Die Marke »Chiemsee-Chiemgau« schaffe Identität und Orientierung und werde mit den Bildern »griabig«, »natürlich aktiv« und »Zeit« verknüpft. Diese Leitwerte bildeten den Kern der Marke. Sie präsentiere Lebensgefühl, Angebote, Kultur und Dienstleistungen. Imaginäre Personen aus verschiedenen Zielgruppen sollen das Marketing erleichtern.

Gäste künftig mit »Du« ansprechen

Gäste sollen künftig mit »Du« angesprochen werden, um eine persönlichere Form des Umgangs zu haben. Der Markenprozess stehe noch ganz am Anfang, betonte er. Finanziert werde er über das Leader-Programm, wobei die Kosten für die Gemeinde bislang nicht beziffert werden, seien aber überschaubar. Der Tourismusausschuss sprach sich einheitlich für die Teilnahme am Markenprozess aus und gibt dies als Empfehlung an den Marktgemeinderat weiter. tb