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150.000 Euro für Pfarrheimanbau in Grassau

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An den linken Gebäudeteil wird nach hinten ein Veranstaltungsraum angebaut. Dieser soll Raum für bis zu 120 Personen bieten. (Foto: T. Eder)

Grassau – Mit einem Anbau an das Pfarrheim in Rottau sollen ein ebenerdiger, barrierefreier Veranstaltungsraum sowie ein Probenraum für die Rottauer Dorfmusi geschaffen werden. Der Gemeinderat beschloss dafür einen Zuschuss von 150 000 Euro.


Zunächst verwies Bürgermeister Rudi Jantke auf eine Ortsbesichtigung unter anderem mit Pfarrer Andreas Horn und Katja Rotermund von der erzbischöflichen Finanzkammer München, bei der die Ziele des Vorhabens beschrieben wurden. Wie Jantke informierte, würde das Ordinariat dem Umbau nur zustimmen, wenn der Anbau vollständig von der Kirchenstiftung als Bauherr finanziert werde. Die Kirchenstiftung verfüge aber nicht über die erforderlichen Mittel. Somit müsste der Markt Grassau mit einem Investitionszuschuss an die Kirchenstiftung zum Großteil die Finanzierung übernehmen.

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Architekt Hans Hornberger schätzt die Kosten des Anbaus auf rund 175 000 Euro. Laut Jantke könnte die Stiftung in Form von Eigenleistungen der Rottauer Bürger rund 25 000 Euro einbringen. Daher müsse man über einen Zuschuss von 150 000 Euro beraten.

Der Rathauschef verwies zudem auf die derzeit schlechten Probenbedingungen für die Dorfmusi im Keller. Auch die Überlegung, einen Probenraum im geplanten Feuerwehrhaus zu integrieren, wurde verworfen, da dann das Feuerwehrhaus zu groß ausfallen müsse. Ebenfalls sei es aufgrund fehlender Infrastruktur nicht möglich, den Probenraum im Vereinsstadel einzurichten. Den Raum im Obergeschoß im Haus der Dorfgemeinschaft unterzubringen, scheitert an der zu geringen Raumhöhe. Die Ideallösung sei ein Anbau an das Pfarrheim, zumal der Raum für Musikproben aber auch für Veranstaltungen der Pfarrei und der Dorfgemeinschaft genutzt werden kann, so der Bürgermeister. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Toiletten sowie eine Küche bereits vorhanden seien. In dem 118 Quadratmeter großen Raum würden zwischen 100 und 120 Personen Platz finden.

Für die Dorfgemeinschaft, so betonte dritter Bürgermeister Manfred Huber (AE), sei dies ein wichtiges Projekt, das schon länger im Gespräch sei. Die Größe sei mit den Beteiligten abgestimmt, Parkplätze vorhanden und der Raum barrierefrei erreichbar. Wie Jantke weiter ausführte, werde der Gemeinde immer im Gegenzug zum Investitionszuschuss per Mietvertrag eine langfristige, unentgeltliche Nutzung zugesichert. Das Gebäude gehe dann in das Eigentum der Kirche über. Die Unterhalts- und Nebenkosten sowie anteilig anfallende Personalkosten habe die Gemeinde zu tragen. Die Mittel werden im Haushaltsplan 2019 bereitgestellt. tb