Zweijährigem Mädchen droht die Erblindung – Grabenstätter Verein sammelt Spenden

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Ohne Hornhautimplantation wird die knapp drei Jahre alte Riham blind. Für die Operation eines Auges hat Margot Wingruber das Geld schon zusammen. Für das andere fehlen noch 13 000 Euro.

Grabenstätt – Margot Wingruber ist verzweifelt. Die Vorsitzende des Flüchtlings-Hilfe-Vereins »Drahdiwaberl und Springinkerl« tut alles, um Riham zu helfen. Die Zweijährige braucht dringend eine Hornhautimplantation, sonst erblindet sie unweigerlich – und das auf beiden Augen.


Verwandte des Mädchens wandten sich an den Grabenstätter Verein, auch dessen Gründungsmitglied Landtagspräsident a. D. Alois Glück setzte sich für das Mädchen ein. Einiges wurde bereits erreicht, doch noch fehlen 13.000 Euro.

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Pro Auge kostet die Operation 15.000 Euro. »Ich versuche seit sechs Monaten, diese Summe aufzutreiben bei allen infrage kommenden Stiftungen und Sponsoren und den Kirchen. Mit weit über 100 Arbeitsstunden konnte ich inzwischen knapp die Finanzierung für die Operation eines Auges erzielen. Dazu kam eine private Spende aus der Familie einer türkischen Neurologin, ohne deren Hilfe ich die Operation nicht hätte organisieren können«, sagt Margot Wingruber.

Sie will sich nicht damit abfinden, dass unzählige Stellen, die sie versuchte zu beteiligen, nicht bereit waren, unbürokratisch zu helfen: »Die Pandemie erschwert einiges an Hilfsmöglichkeiten und verstärkt die immer deutlichere Abwehr für alle Hilfesuchenden, die sich nicht regional einbinden lassen.« Denn das Kind lebt mit seinen Eltern in Ankara – mit anerkanntem Flüchtlingsstatus in einer Gemeinschaftsunterkunft. Es waren hier in der Region als Flüchtlinge anerkannte Verwandte der Kleinen, die sich an den Grabenstätter Verein wandten. »Ich kann mich nicht damit abfinden, die völlige Erblindung eines Kindes abzuwarten, das durch eine überschaubare Investition geheilt werden kann.«

Auch Landtagspräsident a. D. Alois Glück unterstützt den Spendenaufruf für Riham: »Natürlich haben wir auch hierzulande eigene Sorgen. Aber ich schätze Frau Wingruber seit vielen Jahren wegen ihres ungeheuren Einsatzes für Menschen in Nöten verschiedenster Art.« Unter anderem habe sie in München einen großen mobilen Betreuungsdienst aufgebaut, der auch von staatlicher Seite anerkannt wurde. In jüngster Zeit unterstütze sie in vorbildlicher Weise Flüchtlinge, und hier besonders die wehrlosesten unter ihnen, die Kinder. »Wegen ihrer fachlichen und menschlichen Qualitäten vertraue ich ihr, besonders auch, was dieses Projekt betrifft. Bitte unterstützen Sie die Operation von Riham.«

»Natürlich gibt es gerade zu Corona-Zeiten sehr viele schwere Schicksale. Und man wird nicht jedem Kind helfen können«, sagt Win-gruber. Aber da, wo man kann, sollte man zumindest alles versuchen: »Denn egal, wo ein Kind in welcher Situation auch immer Hilfe braucht, jedes Kind ist jede Anstrengung wert.« Wer also dazu beitragen will, dass Rihams Augenlicht gerettet wird, der kann spenden auf das Konto des Vereins »Drahdiwaberl und Springinkerl« mit der IBAN DE37 7109 0000 0008 1131 30, Stichwort Riham. coho