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Wohnmobil war nur angezahlt: Fahnder stellen gestohlene Fahrzeuge sicher

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Grabenstätt – Gleich zwei unterschlagene Fahrzeuge konnten die Pidinger Schleierfahnder am Sonntagnachmittag auf der A8 bei Grabenstätt und am Teisenberg sicherstellen.

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Den ersten Treffer erbrachte die Kontrolle eines Münchner Wohnmobils auf Höhe Grabenstätt. Bei der Überprüfung des Kennzeichens stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug seit einer Woche wegen Unterschlagung im polizeilichen Fahndungssystem ausgeschrieben war.

Wie die Ermittlungen im Anschluss ergaben, leistete der Fahrer, ein 34-jähriger Serbe lediglich eine Anzahlung für das Wohnmobil. Die große Restsumme des vereinbarten Kaufpreises kam beim Verkäufer jedoch nie an. Dem noch nicht genug, hatte der Fahrer ein einmonatiges Fahrverbot nicht fristgerecht angetreten und hätte deshalb gar kein Kraftfahrzeug führen dürfen. Der Serbe wurde wegen Unterschlagung und Fahrens trotz Fahrverbots angezeigt. Das Wohnmobil wurde sichergestellt; er musste zu Fuß weiter.

Ein paar Stunden nach der Sicherstellung des Wohnmobils schlug der Fahndungscomputer erneut Alarm. Diesmal kontrollierten die Fahnder auf Höhe des Teisenbergs einen Chevrolet Orlando. Wie sich in diesem Fall herausstellte, hatte es der 50-jährige Pole mit der Bezahlung der Leasingraten nicht so genau genommen.

Aus diesem Grund ließ der Gläubiger den Wagen von der Polizei zur Fahndung ausschreiben. Allerdings war nicht nur der Chevrolet zur Fahndung ausgeschrieben, sondern auch der Fahrer selbst. Da er für die Staatsanwaltschaft in Niedersachsen nicht greifbar war, wollte diese seinen aktuellen Aufenthaltsort wissen. Der Chevrolet wurde sichergestellt und blieb auf der Dienststelle in Piding. Der Fahrer konnte nach der Anzeigenaufnahme seine Reise fortsetzen.

Sobald die Staatsanwaltschaft die Fahrzeuge freigibt, können die rechtmäßigen Eigentümer ihre Fahrzeuge abholen.