Wertvolle Moore im Gemeindegebiet Grabenstätt und Chieming

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Fleischfarbenes Knabenkraut mit Widderchen Foto: Christiane Mayr
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Sibirische Schwertlilie Foto: Silvia Müggenburg

Grabenstätt/Chieming – Neben den großen Chiemseemooren finden sich im Gemeindegebiet Grabenstätt und Chieming versteckte Moorflächen unter anderem die Ewige Sau, das Kraimoos und kleine Hangquellmoore entlang des Krebsbachs. Zum Schutz und Erhalt dieser wertvollen Kleinode wurde auf Grundlage des FFH-Managementplanes „Ewige Sau“ von 2019 das Biodiversitätsprojekt „Biotopverbund Ewige Sau“ ins Leben gerufen.


Am Ende der letzten Eiszeit entstanden durch das Abschmelzen von Schmelzwasserströmen und –seen zahlreiche Hoch- und Niedermoore. Sie gehören zu unserem Landschaftsbild und beherbergen zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten, darunter seltene heimische Orchideen, Libellen, Schmetterlinge und Vögel. An warmen, sonnigen Tagen flitzen unter anderem Azurjungfer-Libellen, wie blaue Pfeile über die blühenden Flächen auf der Jagd nach Insekten. Als oranger Tupfer flattert der seltene Abbiss-Scheckenfalter auf der Suche nach Nektar über die Moorwiesen.

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Ziel des Projektes ist es, die natürliche Funktion der geschützten Moorgebiete durch geeignete Maßnahmen zu verbessern und zu sichern, sowie vielen Menschen die Einzigartigkeit dieser Pflanzen- und Tierwelt vorzustellen. Die Projektbetreuerinnen werden demnächst Kontakt zu den Eigentümern/Bewirtschaftern aufnehmen und bis Ende 2022 Geländebegehungen, Beratungen zu Förder- und Schutzmöglichkeiten durchführen. Im Sommer werden naturkundliche Exkursionen angeboten, um Gemeindemitgliedern und Interessierten besonders wertvolle Moorflächen vorzustellen.

Betreut und gefördert wird das Projekt von der Regierung von Oberbayern im Rahmen des Biodiversitätsprogrammes NaturVielfaltBayern 2030. Die Projektbetreuung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Traunstein e.V., der Unteren Naturschutzbehörde, der Biodiversitätsberaterin, den Eigentümern und Bewirtschaftern.

fb/red