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Rehkitzrettung Grabenstätt ist für 2023 technisch noch besser aufgestellt

Grabenstätt – Der Verein Rehkitzrettung Grabenstätt blickt auf eine erfolgreiche erste Saison zurück. An 20 Einsatztagen wurden über 300 Hektar Grünland abgeflogen und viele Rehkitze gerettet. An einem einzigen Morgen waren es sogar einmal sieben Stück.


Zur Freude der Vorsitzenden Theresa Biller und ihres Teams konnte man wegen der großen Nachfrage – mit 49 Anfragen von Landwirten und Jägern – eine zweite Drohne mit Wärmebildkamera anschaffen. Zu den 8000 Euro Kosten kamen von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 4000 Euro. »Wir sind damit für die kommende Saison sehr gut aufgestellt, brauchen aber jetzt natürlich dringend noch mehr ehrenamtliche Piloten und Helfer.« Die neue Saison starte zwar erst Anfang Mai, jedoch wolle man frühzeitig Freiwillige anwerben, damit noch genügend Zeit bleibe, sie bestmöglich anzulernen.

600 Euro erhielt der Ve-rein vom Hagebaumarkt Schneider in Erlstätt. Zur Finanzierung der neuen Drohne hoffen Biller und ihr Team nun noch auf weitere Spenden. »Ich habe es mir im Leben nicht zu träumen getraut, dass wir nach nicht einmal einem Jahr Bestehen des Vereins bereits eine zweite Drohne kaufen können«, freut sich Biller und lobt ihre Mannschaft und die Vorstandschaft.

Sehr erfreulich war auch die gute Zusammenarbeit mit Landwirten und Jägern. »Insgesamt ist das Interesse an Drohnen zur Jungwildrettung sehr groß und ich wurde schon ein paar Mal eingeladen, unsere Arbeit vor Jagdgenossenschaften oder Versammlungen von Landwirten oder Jägern vorzustellen«, so Biller. Solche Termine nehme man auch in Zukunft gerne wahr.

Den Einsatz-Umkreis würde man gerne erweitern, da rings um Grabenstätt einige Jägerschaften bereits eigene Drohnen haben. Dies sieht Biller als »Bestätigung für die Pionierarbeit der ehrenamtlichen Drohnenpiloten in der Region«, allen voran von Sabrina Augenstein aus Piding vom Verein »Drohnenprojekt – Leben retten«. Mit Blick auf die kommende Saison bitten Biller und ihre Mitstreiter dringend, »spätestens am Tag vor der Mahd die 'Bambi-Hotline' 0157/52 08 41 59 anzurufen, damit wir am nächsten Morgen loslegen können«.

Leider habe man heuer aus Zeitmangel ein paar Anrufern absagen müssen. »Das tut mir dann im Herzen weh, denn die Suche zu Fuß ist sehr mühsam und man muss schon fast draufsteigen, um ein Kitz mit bloßem Auge im hohen Gras zu finden«, sagt Biller. Dies dürfte aber im kommenden Jahr mit zwei Drohnen und noch mehr Helfern kaum mehr passieren.

Ein »persönlich besonders berührender Moment« sei es gewesen, als man heuer das erste, nur wenige Tage alte Kitz aufgespürt und aus der Wiese herausgetragen habe. »Da hatte ich ehrlich gesagt schon fast ein paar Tränchen in den Augen und das, obwohl ich ja doch schon einige Jahre für die Rehkitze aktiv bin«. Auch die anderen schönen Erlebnisse und Erfahrungen bestärken sie und ihr Team, die Arbeit im kommenden Jahr fortzusetzen.

mmü