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Pole baut mit drei Promille Unfall auf A8 und flüchtet – Festnahme

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Grabenstätt: Pole baut mit drei Promille Unfall auf A8 und flüchtet – Festnahme | Bergen
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Foto: FDL/Lamminger

Grabenstätt – Nach einem Unfall mit hohem Schaden am Mittwochabend auf der A8 zwischen Grabenstätt und Bergen ist der Verursacher von der Unfallstelle geflüchtet. Der Pole, der rund drei Promille Alkohol im Blut hatte, kam aber nicht weit.


Laut Polizei passierte der Unfall gegen 20.25 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Salzburg zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bergen. Ein 26-jähriger Pole war mit seinem Skoda auf der rechten Spur der A8 unterwegs. Aufgrund seiner unsicheren Fahrweise geriet er mit seinem Wagen auf die linke Spur der Autobahn – gerade in dem Augenblick, als ein 58-jähriger Österreicher aus dem Salzburger Land mit seinem Kia den Skoda auf der linken Spur überholen wollte.

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Der Pole prallte mit der Fahrerseite seines Autos in die Beifahrerseite des Kias. Nach dem Zusammenstoß gerieten beide Fahrzeuge ins Schleudern. Der Kia des Österreichers kollidierte noch mit der rechten Schutzplanke, ehe er entgegen der Richtungsfahrbahn zum Stillstand kam. Der Österreicher und sein Beifahrer, ein 27-jähriger Mann aus Kroatien, blieben zum Glück unverletzt. Am Kia entstand Sachschaden in Höhe von rund 15.000 Euro. Der Schaden an der Schutzplanke beläuft sich auf 750 Euro.

Die Absicherung der Unfallstelle und die Reinigung der Fahrbahn übernahmen die Autobahnmeisterei Siegsdorf sowie die Feuerwehren aus Grabenstätt und Übersee.

Betrunkener Verursacher flüchtet

Der Pole hingegen setzte nach dem Schleudervorgang seine Fahrt einfach fort. Dass der Unfallverursacher anschließend so schnell aufgespürt werden konnte, ist einem 36-jährigen Verkehrsteilnehmer aus Österreich zu verdanken. Der Zeuge hatte das Fahrzeug des Polen bis zur Tank- und Rastanlage Hochfelln-Süd verfolgt und dort seine Beobachtungen der Polizei gemeldet.

Bei der Kontrolle des Polen wurde der Grund für den Unfall und die Flucht schnell klar: Die Beamten stellten starken Alkoholgeruch fest. Ein Test am Alkomaten ergab einen Alkoholpegel von knapp drei Promille. Weil der Pole immer aggressiver wurde, klickten letztendlich die Handschellen und der Mann musste die Beamten zur Blutentnahme ins Klinikum Traunstein begleiten. Der Skoda und sein Führerschein wurden sichergestellt.

Der Pole, der wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht und anderer Delikte zur Anzeige gebracht wird, muss nun für längere Zeit auf seine Fahrerlaubnis verzichten. Er musste eine empfindlich hohe Sicherheitsleistung hinterlegen, um das anstehende Strafverfahren zu sichern.

Doch damit nicht genug: Gegenstände, die während der Unfallaufnahme im Fahrzeug des Polen, an dem bei der Kollision Sachschaden in Höhe von 2500 Euro entstand, gesichtet wurden, deuten darauf hin, dass der Mann diese gestohlen hat. Die Ermittlungen stehen hier aber noch ganz am Anfang.