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Lösung für Verkehrsproblematik in Erlstätt gefunden

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Nahe der Erlstätter Kreuzung TS 54/Raiffeisenstraße soll eine Querung für Fußgänger entstehen. An der rechten Straßenseite plant man ab dem Kreuzungsbereich den 500 Meter langen Geh- und Radweg, der in südliche Richtung unter anderem am Schützenheim der SG Erlstätt und am Sportgelände des SV Erlstätt vorbeiführen soll. (Foto: Müller)

Grabenstätt – In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hat Hans Althammer vom beauftragten Planungsbüro SAK im Beisein von Gerhard Seehuber von der Kreisstraßenverwaltung am Landratsamt den Vorentwurf zum Ausbau der Kreisstraße TS 54 mit Anbau eines Geh- und Radwegs durch den Landkreis Traunstein vorgestellt.


Der Ausbau soll in einem ersten Teilabschnitt ab dem Kreuzungsbereich TS 54/Innerlohnerstraße/Raiffeisenstraße, wo auch eine Querungshilfe für Fußgänger geplant ist, in südliche Richtung auf einer Länge von 500 Metern erfolgen. Die Teilmaßnahme endet südlich von Erlstätt vor jenen Grundstücken, auf denen im   Kreuzungsbereich der Kreisstraßen TS 3 und TS 54 in einem zweiten Bauabschnitt ein Kreisverkehr – inklusive Radweglückenschluss nach Tettenmoos – verwirklicht werden soll. Dieser zweite Bauabschnitt scheiterte aber bisher an den Grundstücksverhandlungen, die der Landkreis seit Jahren als Baulastträger führt.

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Zur Vorgeschichte: Die Verkehrsproblematiken in Erlstätt wurden in der Bürgerversammlung im vergangenen November seitens einiger Bürger noch einmal mit Nachdruck angesprochen. Mit Blick auf den für Fußgänger besonders gefährlichen Querungsbereich an der Kreisstraße TS 54, zwischen der Erlstätter Ortsmitte und dem westlichen Ortsbereich mit Sportgelände, Kindergarten, Feuerwehr und Gewerbegebiet, hat die Gemeinde in der Zwischenzeit zahlreiche Gespräche mit den beteiligten Behörden geführt. Im Zuge einer kurzfristig am 15. November 2017 anberaumten Besprechung mit der Unteren Verkehrsbehörde, Kreisstraßenverwaltung, Polizei und Rechtsamt des Landratsamts wurden Sofortmaßnahmen wie die Aufstellung von Kindergarten- und Fußgängerhinweisschildern auf Höhe der Kreuzung TS 54/Kaltenbacher Weg und des Schützenheims sowie größere Wegweiserschilder im Kreuzungsbereich TS 54/Raiffeisenstraße/Innerlohnerstraße verwirklicht. Als nachhaltige Lösung war von der Gemeinde die Anlegung eines Teilbereichs des geplanten Fußgängerwegs ab der Innerlohner Straße bis zur Turnhalle vorgeschlagen worden. Die Mittel wurden auch in den Haushalt 2018 eingestellt, wobei die Gemeinde diese vorgezogene Lösung komplett selbst finanzieren hätte müssen. Nun erfolgt die Abwicklung aber doch über den Landkreis.

Wie Althammer erläuterte, würde die Kreisstraße TS 54 vom südlichen Ende des ersten Bauabschnitts bis zur Sporthalle des SV Erlstätt vom Geh- und Radweg durch einen Grünstreifen abgetrennt sein. Auf Höhe der Turnhalle/Sportplatz sei ein Sicherheitsstreifen, kombiniert mit einer Bordsteinerhöhung als Trennung, vorgesehen. Weitestgehend erhalten bliebe der Unterbau und die Fahrbahn würde man mit einer Breite von 6,5 Metern bestandsorientiert ausbauen.

Im Bereich des Schützenheims und im Bereich des Trainingsplatzes könne die übliche Regelbreite eines Geh- und Radwegs von 2,5 Metern nicht eingehalten werden, so Althammer. Im Bereich der angedachten Querungshilfe, die rund 20 Meter südlich der Kreuzung TS 54/Raiffeisenstraße/Innerlohnerstraße errichtet werden soll, werde die Fahrbahn beidseitig aufgeweitet.

Auf die Wortmeldung von Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe), ob man den vorhandenen, provisorischen Kiesweg auf der Ostseite der TS 54 nach Vollendung der Baumaßnahme aus Sicherheitsgründen nicht beseitigen sollte, meinte Althammer: »Die Möglichkeit besteht«, aber er werde wohl erhalten bleiben. »Wir können den Bürgern nur anbieten, dann die neue Querungshilfe zu benutzen«, so Bürgermeister Georg Schützinger. Um die Engstelle am Schützenheim beheben zu können, müsste man die Kreisstraße auf der anderen Seite in einem weiten Bogen großzügig erweitern, beantwortete Althammer eine weitere Frage von Wirnshofer.

Der Leiter der Kreisstraßenverwaltung Seehuber sprach in diesem Zusammenhang von einem »großen Aufwand«. Für »problematischer« hält er derweil die andere Engstelle am Trainingsplatz, »weil die länger ist«. Alois Wiesholler (CSU) schlug dazu vor, eventuell den Rand des Übungsplatzes miteinzubeziehen. »Wir werden das alles im Zuge der Ausführungsplanung nochmals prüfen«, versicherte Schützinger und prophezeite, dass es »sicherlich noch einige Veränderungen geben wird, zum Beispiel redet auch der Naturschutz mit«. Die Zufahrt und Zugangswege zur Turnhalle blieben erhalten, hieß es. mmü