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Für Kindergarten und Krippe müssen Eltern ab September tiefer in den Geldbeutel greifen. Foto: dpa

Kindergarten und Krippe werden teurer

Grabenstätt – Die Gebühren für die Benutzung der gemeindlichen Kinderkrippe »Mäusebande« in Erlstätt steigen zum 1. September, also mit Beginn des kommenden Kindergartenjahrs. Dies entschied der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Saal der Schlossökonomie.


Die Gebühren für den Kindergarten steigen wie folgt: Bei bis zu vier Stunden Betreuung täglich von 78 auf 90 Euro monatlich, bei vier bis fünf Stunden von 88 auf 100 Euro, bei fünf bis sechs Stunden von 96 auf 110 Euro, bei sechs bis sieben Stunden von 104 auf 120 Euro, bei sieben bis acht Stunden von 112 auf 130 Euro und bei über acht Stunden von 120 auf 140 Euro.

Bei den längeren Buchungsstunden müsse man aber bedenken, dass die bisherige Ruhezeitenumlage in Höhe von 18 Euro monatlich bei einer Mindestbuchungszeit von 35 beziehungsweise 21 Stunden entfalle, so Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW). Diese Umlage wäre ansonsten noch auf die Grundgebühr aufgeschlagen worden.

Für die Benutzung der Kinderkrippe steigen die Gebühren für drei bis vier Stunden Betreuung von 160 auf 180 Euro, für vier bis fünf Stunden von 176 auf 200 Euro, für fünf bis sechs Stunden von 192 auf 220 Euro, für sechs bis sieben Stunden von 208 auf 240 Euro, für sieben bis acht Stunden von 224 auf 260 Euro und für über acht Stunden von 240 auf 280 Euro. Auch hier ist der Wegfall der Ruhezeitenumlage bei längeren Buchungsstunden zu berücksichtigen.

Mit Inbetriebnahme der Krippe im Gemeindekindergarten in Erlstätt waren die Gebühren im September 2014 geringfügig angehoben und an die des Pfarrkindergartens St. Maximilian in Grabenstätt angepasst worden. Zum 1. September 2018 erhöhte die Gemeinde die Gebühren für die gemeindliche Kindertageseinrichtung dann um zehn Prozent.

»Eine neuerliche Anpassung der Gebührensätze nach weiteren vier Jahren ist aus unserer Sicht gerechtfertigt, nachdem der Tarifvertrag für den sozialen Bereich nicht unerhebliche Mehrbelastungen mit sich gebracht hat und die Ansprüche an die Kindertageseinrichtungen auch durch Corona stetig steigen und dadurch auch die Einrichtungskosten«, so Wirnshofer.

Mit den umliegenden kirchlichen Einrichtungen habe man Gespräche gesucht, um eine Vereinfachung der Gebührenstruktur anzustreben, was auch gelungen sei. Diese neuen Strukturen förderten die Transparenz. Besuchen zwei oder mehr Kinder einer Familie die Einrichtung, so wird die Gebühr für das zweite und jedes weitere Kind um 14 Euro ermäßigt. Bisher lag die Ermäßigung bei zehn Prozent für das zweite und jedes weitere Kind.

mmü