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Foto: FDL/Lamminger

Großbrand auf Bauernhof in Hirschau – Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro

Grabenstätt – Beim Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Hirschau am Donnerstagmorgen entstand hoher Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro. Das Rückgebäude – die ehemalige Stallung und Tenne – sowie ein Garagengebäude wurden durch das Feuer zerstört. Das Wohnhaus konnte von den Feuerwehr-Einsatzkräften gerettet werden, ist jedoch im hinteren, westlichen Bereich erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde niemand; Tiere befanden sich nicht im zerstörten Stallgebäude. Ein Raub der Flammen wurden auch landwirtschaftliche Maschine und Gerätschaften. Die Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt. Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


Update, 3. März, 15.00 Uhr:

Kurz vor 5.00 Uhr wurde über Notruf der Brand auf dem Anwesen in der Ortsmitte von Hirschau gemeldet. Die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmierte daraufhin ein Großaufgebot an Feuerwehr-Einsatzkräften. Für die anrückenden Kräfte war von weitem eine schwarze Rauchsäule zu sehen, die aus dem Brandort in den dämmernden Morgenhimmel aufstieg. Die ersten, an der Brandstelle eintreffenden Floriansjünger meldeten den Vollbrand des angebauten Stallgebäudes, auch griff das Feuer über die Brandmauer hinweg auf das Wohnhaus über und Flammen schlugen aus den Fenstern des hinteren Bereichs des Wohnhauses. Die Löschmannschaften konzentrierten sich deshalb darauf das Wohnhaus vor einer noch umfangreicheren Ausbreitung des Feuers abzuschirmen. Sowohl im Innenangriff, als auch von außen und allen Seiten, wurde das Feuer gelöscht. Zudem wurden zwei Drehleitern der Feuerwehren Traunstein und Grassau in Stellung gebracht, um aus der Höhe Wasser auf die brennenden Gebäudeteile spritzen zu können. Neben dem Schutz für das Wohngebäude sorgten die Löschmannschaften durch Bespritzen mit Wasser für das Kühlen eines Dieseltank und mehrerer Gasflaschen, die sich in der Werkstatt des brennenden Garagengebäudes befanden.

Gegen 8.30 Uhr – dreieinhalb Stunden nach Alarmierung - konnte Einsatzleiter Sven Lein, Kommandant der Feuerwehr Grabenstätt, „Feuer aus“ melden. Wenig später wurden die meisten der über 110 Feuerwehrkräfte aus dem Einsatz entlassen. Die Grabenstätter Wehr und eine Mannschaft der Feuerwehr Chieming blieben für Nachlöscharbeiten, als Brandwache und zur Unterstützung bei den Abräumarbeiten vor Ort. Für die Feuerwehr Grabenstätt endete der Einsatz erst am späten Donnerstagnachmittag.

Die Löschwasserversorgung bereitete nach Auskunft von Kreisbrandinspektor Georg König keine Probleme. Aus Hydranten im Umfeld des Brandortsobjekts sowie aus dem nahen Mühlbach wurde Wasser gesaugt. In den Mühlbach wurden vorsorglich Ölsperren eingebracht, weil vermutet wurde, dass ein Dieseltank im Brandort Leck schlagen und zu einer Verschmutzung des Gewässers hätte führen können. Letztlich konnte aber kein Umweltschaden festgestellt werden.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Grabenstätt, Erlstätt, Chieming, Traunstein, Grassau sowie zwei Atemschutztrupps der Feuerwehr Surberg, die zu einem späteren Zeitpunkt der Löscharbeiten zur Ablösung nachgefordert wurden. Für die Dokumentation des Einsatzes und Sicherung der Kommunikation war die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) zuständig. Unterstützt wurde die Einsatzleitung von Kreisbrandinspektor Georg König, Kreisbrandmeister Stephan Hellmuth, Fachkreisbrandmeister „Atemschutz“ Stefan Thurner sowie Kreisbrandrat Christof Grundner. Von Seiten des Rettungsdienstes war ein Rettungswagen, der Einsatzleiter Rettungsdienst, sowie die Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung vor Ort. Die Sanitäter mussten aber nicht eingreifen. Verletzt wurde niemand.

Unklar ist, wie es zu dem Großbrand kommen konnte. Dazu ermitteln die Spezialisten der Kriminalpolizei Traunstein. Den entstandenen Sachschaden schätzen Polizei und Feuerwehr auf einen höheren sechsstelligen Betrag.

Update, 3. März, 9.50 Uhr:

Über den Notruf der Integrierten Leitstelle wurde am Donnerstag, gegen 5.00 Uhr, ein Brand eines landwirtschaftlichen Anbaus im Bereich Hirschau im Gemeindebereich Grabenstätt mitgeteilt. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte der regionalen Feuerwehren und der ebenfalls alarmierten Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Traunstein stand der Anbau bereits in Vollbrand. Das Feuer zerstörte eine Stallung und ein Garagengebäude komplett und griff auch auf das Wohnhaus über. Die Löscharbeiten der Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren sind immer noch im Gange.

Bei dem Brand wurde niemand verletzt, auch kamen dem ersten Anschein zu Folge keine Tiere zu Schaden. Der entstandene Schaden dürfte den ersten Schätzungen zu Folge mehrere hunderttausend Euro betragen.

Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernahm die ersten Ermittlungen vor Ort. Die genauen Umstände beziehungsweise Details zur möglichen Brandursache sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch unklar.

Erstmeldung, 3. März, 7.45 Uhr:

Grabenstätt – Wie die Polizei mitteilt, brennt derzeit der Anbau eines landwirtschaftlichen Anwesens im Ortsteil Hirschau in Grabenstätt. Die Flammen drohen auf das Wohnhaus überzugreifen. Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei sind am Brandort im Einsatz.

fb/red