weather-image

Fernwärme schreibt weiter rote Zahlen

0.0
0.0
Bildtext einblenden

Grabenstätt – Seit 15. November 2012 ist die gemeindliche Fernwärmeversorgung in Betrieb. Die Anlage versorgt aktuell 26 Anwesen, darunter öffentliche Einrichtungen wie die Grundschule, die Turn- und Mehrzweckhalle, den Pfarrkindergarten, den Pfarrhof, das Vereinsheim, das Musikheim, das Rathaus und das Kreisaltenheim.


Doch die angepeilte Wirtschaftlichkeit konnte bisher nicht erreicht werden. Da die Anwesen Tüttenseestraße 7 a und 7 d entgegen der Absichtserklärung immer noch nicht angeschlossen seien, befinde sich das Kommunalunternehmen Fernwärmeversorgung Grabenstätt-Süd in einer »finanziell angespannten Lage«, obwohl die fiktive Gesamtberechnung zeige, dass die Anlage durchaus kostendeckend arbeiten könnte, so Bürgermeister Georg Schützinger in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Anzeige

Man fahre Verluste ein, die so nicht zu erwarten gewesen seien. Die jährlichen Abschreibungen von rund 50 000 Euro könnten derzeit nicht durch Verkaufserlöse erwirtschaftet werden. »Der niedrige Wärmepreis tut uns natürlich zusätzlich weh«, so Schützinger. Um in Zukunft nicht in Liquiditätsprobleme zu geraten, hat sich der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens unter Leitung des neuen Vorstands Siegfried Wesselak Gedanken gemacht, wie man die schwierige wirtschaftliche Lage bis zum Anschluss weiterer Anwesen am besten meistern könnte und entschied sich letztlich für eine Erhöhung des Stammkapitals von 25 000 auf 100 000 Euro und gegen die Möglichkeit, die Verluste zu tragen.

Die Räte segneten die geänderte Unternehmenssatzung des Kommunalunternehmens nun einstimmig ab. Auf die Frage von Maximilian Wimmer (CSU), ob geplant sei, weitere Abnehmer anzuschließen, meinte Schützinger: »Alles, was gegangen ist, haben wir angeschlossen, wir werden aber weiter dafür werben«. Man müsse den Bürgern besser vermitteln, dass man mit einem Anschluss an die Fernwärmeversorgung auch Kosten sparen könne, gab Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe) zu bedenken.

So erübrigten sich die laufenden Aufwendungen für einen Heizkessel, den Kundendienst und den Kaminkehrer. Der frei gewordene Heizraum könne zuhause zudem anderweitig genutzt werden. Als positiven Effekt stellte Bürgermeister Schützinger weiter fest, dass durch die Fernwärmeversorgung »jährlich 230 000 Liter Heizöl ersetzt werden«. mmü


Einstellungen