»Es freut mich riesig, dass ich in Grabenstätt sein darf«

Grabenstätt: Johannes Zeitel ins Amt des Grundschul-Leiters eingeführt
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Der neue Schulleiter Johannes Zeitel (rechts) freute sich bei seiner Amtseinführung mit Bürgermeister Gerhard Wirnshofer. Auch Geschenke fehlten nicht. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Johannes Zeitel ist nun auch offiziell Schulleiter der Grundschule Grabenstätt. Im kleinen Kreis wurde er in der Aula offiziell in sein neues Amt eingeführt. Der bisherige Rektor der Grund- und Mittelschule Grassau beerbt Josephine Brunnhuber, die nun die Geschicke der Grund- und Mittelschule Ruhpolding lenkt.


»Es freut mich riesig, dass ich nun in Grabenstätt sein darf und so super aufgenommen worden bin«, betonte Zeitel und erntete von seinen Kollegen und den anwesenden Ehrengästen Applaus. Es heiße immer, die Schule müsse die Schüler auf das Leben vorbereiten, genauso wichtig sei aber auch die Aufgabe der Bildungseinrichtung, »das Leben in der Gegenwart zu gestalten«, so Zeitel. Gerade der Gemeinschaft komme dabei eine große Bedeutung zu. Wenn in der Schule intensiv gearbeitet werde, sei es auch sehr wichtig, »sich Zeit zu nehmen, für sich und die Kinder, und auch mal durchzuschnaufen«.

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Gerade in einer ländlichen Dorfschule sei die gute Vernetzung mit den Bildungspartnern, der Gemeinde und der Pfarrgemeinde ganz wichtig – und das gelte es weiterhin beizubehalten, so Zeitel. Mit den Worten »pack ma's an«, wandte er sich voller Tatendrang an sein Team und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit.

»Herr Zeitel ist ein sehr erfahrener Pädagoge. Wir kennen ihn als jemanden, der geradlinig und mit absoluter Konsequenz pädagogische und schulorganisatorische Standpunkte vertritt und unverrückbar zu seinen Überzeugungen steht«, lobte Schulamtsdirektor Rudolf Ringel vom Staatlichen Schulamt Traunstein, der die Amtseinführung vornahm. Man schätze ihn als Mitarbeiter mit außerordentlich hoher Expertise sowie als Kollegen, der durch beständige Innovationsbereitschaft über­zeuge.

Zeitel wurde in Grassau geboren, zur Schule ging er im niederbayerischen Zwiesel, wo er 1989 auch sein Abitur ablegte. Er studierte in Regensburg Lehramt für die Grundschule, seine Anwärterzeit verbrachte er im Schulamtsbezirk Straubing, wo Zeitel 1996 seine zweite Staatsprüfung ablegte.

Nach der Versetzung in den Regierungsbezirk Oberbayern war er in den folgenden Jahren als Lehrer in den Schulamtsbezirken Berchtesgadener Land und Traunstein tätig. 2002 wurde Zeitel Konrektor an der Grund- und Mittelschule Siegsdorf.

2009 wechselte er als Schulleiter an die Grundschule Vachendorf und 2012 als Rektor an die Grund- und Mittelschule Grassau. Heuer hat er sich dann erfolgreich auf die Schulleitungsstelle der Grundschule Grabenstätt beworben.

Bürgermeister Gerhard Wirnshofer räumte ein, dass ihn der Abschied von Josephine Brunnhuber genauso überrascht habe wie das schnelle Finden eines adäquaten Nachfolgers. Der Rathauschef wünschte Zeitel »alles Gute und stets ein glückliches Händchen für die Schulleitung«.

Glückwünsche überbrachte auch Pater Vasile Dior. Er erinnerte daran, dass Kirche, Schule und Gemeinde ein Team seien. Gemeinsam könne man viel schaffen.

»Wir werden alles tun, Sie zu unterstützen«, versprach die Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule, Waltraud Hübner, Zeitel auch im Namen des Elternbeirats. »Ich bin froh, dass die Schulleiterstelle nach einigen Wochen der Ungewissheit wieder besetzt ist«, so stellvertretende Schulleiterin Birgit Gebert-Schwarm, die mit Zeitel einst in Regensburg studiert hatte.

Erstmals Kombiklasse 1/2

In Grabenstätt wird es in diesem Schuljahr erstmals eine Jahrgangskombination 1/2 geben, in der 22 Erst- und Zweitklässler in einer Klasse unterrichtet werden. Schulamtsdirektor Rudolf Ringel bedauerte, dass dieses Unterrichtsmodell in der Öffentlichkeit »vorwiegend als Sparmaßnahme angesehen« werde, während der pädagogische Gehalt der Jahrgangskombination besonders im Hinblick auf soziales Lernen weitgehend unbeachtet bleibe.

Insgesamt werden aktuell an der Grundschule in Grabenstätt 142 Schüler in sechs Klassen unterrichtet. Es gibt jeweils eine erste, zweite und vierte Jahrgangsstufe, zwei dritte Klassen und die besagte Jahrgangskombination. Das Kollegium besteht aus zwölf Lehrkräften. Lehrerin Dr. Christine Mix hat die Grundschule zum Ende des vergangenen Schuljahres verlassen. mmü


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