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Ehrung für eine »Kümmerin«

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VdK-Ortsvorsitzender Rudi Göbel würdigte bei der Verabschiedung von Roswitha Hauke deren jahrzehntelange Verdienste im sozialen Bereich. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Rund 30 Jahre hat sich Roswitha Hauke, die seit ihrer Hochzeit nun Roswitha Stambusch heißt, um soziale Belange in der Gemeinde und Pfarrei Grabenstätt gekümmert. Zwei Tage vor ihrem Umzug in ihre neue Heimat Niedersachsen würdigte man nun bei einer kleinen Feierstunde im Rathaus ihre Verdienste.


Aus den Händen des VdK-Ortsvorsitzenden Rudi Göbel erhielt sie für ihre hervorragenden Leistungen für Menschen mit Behinderungen und Rentner die Silberne Ehrennadel samt Ehrenurkunde.

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»Wir wollen dir heute Danke sagen für ein soziales Engagement, das nicht alltäglich ist«, wandte sich Göbel im Namen seiner VdK-Vorstandskollegen an Stambusch. 1990 erstmals zur Beisitzerin gewählt, habe Hauke mehr als 28 Jahre als »Kümmerin« Nöte gesehen und mitgeholfen, sie zu lindern. Sie sei damit die am längsten sozial aktive Mitarbeiterin im VdK-Kreisverband. Zu Fuß hat sie bei Wind und Wetter Kranken- und Geburtstagsbesuche gemacht, bei der VdK-Haussammlung »Helft Wunden heilen« gesammelt und Veranstaltungen mitorganisiert. Zudem war sie vor rund sechs Jahren eine der ersten im Landkreis, die einen VdK-Pflegebegleiterkurs absolvierte. »Sogar auf eine VdK-Fahrt zur Zugspitze hat sie einst verzichtet, weil sie sich als ehrenamtliche Pflegebegleiterin mittwochs immer um eine Dame in Traunstein kümmerte«, so Göbel. Stambusch hinterlasse eine Lücke, die schwer zu füllen sei.

»Du wirst unserer Pfarrei und unserem Ort fehlen, auch deine menschliche Art, die Tür steht bei uns für dich immer offen«, wandte sich der Verwaltungsleiter des Pfarrverbands, Maximilian Wimmer im Beisein von Kirchenpflegerin Gitti Dippold und der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Bärbel Ruprecht an Hauke und erinnerte daran, dass diese über 30 Jahre, also noch länger als für den VdK, ehrenamtlich in der Pfarrei engagiert gewesen sei. Ob als Mitglied des Pfarrgemeinderats, Lektorin oder in anderen Funktionen, Hauke sei immer für andere da gewesen. Wimmer überbrachte auch die Grüße von Pfarrverbandsleiter Pater Gabriel.

In Anerkennung und Würdigung ihrer Verdienste im sozialen und kirchlichen Bereich erhielt Hauke aus den Händen von Bürgermeister Georg Schützinger eine gemeindliche Dankurkunde. Er würdigte ihre selbstlose Arbeit für ihre Mitbürger und bedankte sich auch für ihren Einsatz in der Hausaufgabenbetreuung und als Lesepatin an der Schule.

»Es war eine schöne Zeit, ich habe es sehr gerne gemacht, denn es war mein Leben«, bedankte sich die gelernte Erzieherin im Beisein ihres frisch angetrauten Ehemanns Hermann Stambusch sichtlich gerührt für die Ehrungen, die vielen Dankesworte und kleinen Geschenke und freute sich mit allen Anwesenden bereits auf ein Wiedersehen beim Feuerwehrfest im nächsten Jahr in Grabenstätt. Für die passenden Klänge sorgte Harfenistin Katharina Wiesholler. mmü