»Die Grundschule ist für die Zukunft bestens aufgestellt«

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Zehn der zwölf von der Gemeinde Grabenstätt Ende letzten Jahres beschafften CO2-Ampeln wurden in den Klassenzimmern und Räumen der Mittagsbetreuung der Grundschule aufgestellt, zwei weitere im Sitzungssaal des Rathauses und im Schlossökonomiesaal. Sie zeigen an, wann stoßgelüftet werden muss. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Auch wenn der Schulalltag derzeit komplett anders aussieht als in den Zeiten vor der Corona-Krise, hat sich die Grundschule Grabenstätt unter der Leitung des neuen Schulleiters Johannes Zeitel mittlerweile hervorragend an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Das seit Wochen praktizierte Homeschooling hat sich recht gut eingespielt. Und auch für eine Rückkehr zum Präsenzunterricht ist man gerüstet. Einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hat die Gemeinde mit ihren in den vergangenen acht Monaten getätigten Investitionen in Höhe von rund 175 000 Euro (inklusive Planungsleistungen).


»Wir haben für die Sicherheitstechnik und die Unterrichtsausstattung an unserer Schule sehr viel Geld in die Hand genommen und sind nun für diese aktuell schwierigen Zeiten und auch für die Zukunft technisch gut aufgestellt«, freut sich Bürgermeister Gerhard Wirnshofer. Er lobt die gute Zusammenarbeit mit Schulleiter Zeitel, dessen Kollegium und der ganzen Schulfamilie.

4000 Euro – einschließlich 1000 Euro Zuschuss von der Regierung von Oberbayern – haben die zwölf Ende letzten Jahres angeschafften sogenannten CO2-Ampeln gekostet. Zehn dieser Ampeln befinden sich in den Klassenzimmern und den Räumen der Mittagsbetreuung, jeweils eine im Sitzungssaal des gemeindlichen Rathauses und im Schlossökonomiesaal. »Diese Ampeln unterstützen uns und in der Schule die Lehrer bei der Frage des richtigen Lüftungszeitpunktes, sodass nicht mehr beliebig nach Bauchgefühl stoßgelüftet werden muss«, betont Wirnshofer und spricht hier von einer »großen Hilfe und Erleichterung«.

In den CO2-Ampeln befinden sich Sensoren, die kontinuierlich die Kohlendioxid-Konzentration der Luft messen. Die Ampelfarben zeigen den Konzentrationsbereich des farb- und geruchlosen Gases an. Grün bedeutet im Regelfall weniger als 1000 ppm (parts per million / Anteile pro Million) Kohlendioxid, gelb 1000 bis 2000 und rot mehr als 2000. Um alle Personen, die sich für einen längeren Zeitraum in geschlossenen Räumen aufhalten, nachhaltig vor einer Covid-19-Infektion und anderen Infektionskrankheiten zu schützen, empfiehlt das Bundesumweltamt ein Lüften ab 1000 ppm.

Im vergangenen Jahr wurde zudem die Brandmeldeanlage der Schule auf den neuesten Stand gebracht und die Sicherheitsbeleuchtung komplett erneuert. Selbiges gilt für die Sprechanlage. Kosten: 35 000 Euro. »Ganz wichtig für uns ist auch die Einrichtung der digitalen Klassenzimmer gewesen, für die in der Sommerferienzeit neue Datenleitungen verlegt sowie Router und Access-Points eingerichtet wurden, um auf ein leistungsfähiges Wlan zurückgreifen zu können«, so Wirnshofer. Die Investitionskosten beliefen sich hier auf 80 000 Euro.

Laut der neuen Kämmerin Kerstin Seidel weiß die Gemeinde noch nicht genau, wie hoch die staatlichen Zuschüsse insgesamt sein werden. Einige dieser Maßnahmen könnten erst in circa vier Wochen zur Prüfung des Zuschusses eingereicht werden.

Des Weiteren beschaffte die Gemeinde elf Lehrerlaptops im Wert von circa 11 000 Euro, für die es keinen Zuschuss gab. Für die Schüler sind zudem 30 Leihgeräte für 15 000 Euro geordert worden. Für letztere gibt es einen Zuschuss von 11 000 Euro. Schulleiter Zeitel habe ihm bereits versichert, so der Rathauschef, dass Lehrer und Kinder begeistert und dankbar seien, dass ihnen die neue technische Ausstattung zur Verfügung stehe.

»Die Grundschule ist für die Zukunft bestens aufgestellt«, resümiert Wirns­hofer. »Die Schüler haben dort beste Lernvoraussetzungen.«

mmü