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Baugenehmigung für »Alte Schule« erteilt

Grabenstätt – Die Gemeinde hat vom Landratsamt Traunstein die Baugenehmigung für die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden, rund 110 Jahre alten Schulhauses in Erlstätt erhalten. Der Bescheid sei bereits Mitte Februar in der Gemeindeverwaltung eingegangen. Das Architekturbüro Lechner und die beteiligten Fachplaner würden sich seitdem intensiv mit der Ausführungsplanung beschäftigen, berichtete Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW) im Gemeinderat. 


Den Bauantrag hatte die Gemeinde Ende letzten Jahres gestellt. Derweil habe es auch schon weitere Ortstermine gegeben, in deren Rahmen die Förderdetails besprochen wurden, unter anderem hinsichtlich der Energieeffizienz, des Städtebaus und des denkmalpflegerischen Mehraufwands. Festgelegt wurde auch das Zutrittskonzept, basierend auf den drei Eingängen und dem Innenaufzug. Bezüglich des Rückbaus des östlichen Anbaus aus den 1950er Jahren sowie des alten Feuerwehr-gerätehauses im Nordwesten habe man sich darauf verständigt, dass der Abriss »zeitgleich erfolgen wird«, so Wirnshofer.

Das alte Feuerwehrgerätehaus könne wegen des angrenzenden Pellettanks nun also doch nicht als mögliches Baulager der Firmen verwendet werden. »Mit dem vorübergehenden Erhalt des Feuerwehrgerätehauses würden sich andernfalls nicht unerhebliche Mehrkosten ergeben«, gab er zu bedenken.

Weiters ließ er verlauten, dass die Versorgungsanschlüsse im Außenbereich mit den Vereinen besprochen und die gewünschten Positionen festgelegt worden seien. Diese würden nun, ebenso wie die Leitungen für eine spätere Elektroladeinfrastruktur, in die Außenanlagenplanung einfließen. Dazu gebe es demnächst weitere Gespräche mit dem beauftragten Planungsbüro PLG Strasser und Abstimmungen würden mit dem Landesamt für Denkmalpflege getroffen. »Wir rechnen im Mai mit der Fertigstellung der ersten Ausschreibungsunterlagen«, gab sich Wirnshofer zuversichtlich. So hoffe man, dass die Sanierungsarbeiten mit den ersten Gewerken bereits im Herbst beginnen können.

Für die Sanierung werde ein Zeitraum von zwei Jahren angesetzt. Wenn alles glatt laufe, wäre das Gebäude im Herbst 2024 bezugsfertig. Die aufwändige Sanierung wird bekanntlich im Rahmen der Städtebauförderung vollzogen. Die veranschlagten Gesamtkosten (ohne Außenanlagen) belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Der Abriss des östlichen Anbaus, in dem der Pfarrsaal ist, stellt den ersten Schritt dar, da er nicht dem Denkmalschutz unterliegt. Nach der Ausschreibung könnte er womöglich schon im Sommer erfolgen.

Seit vielen Jahren hoffen Bürger und Vereine sowie Verwaltung, dass das leer stehende, alte Schulhaus saniert wird und wieder mit Leben gefüllt werden kann. Dort sollen neben den Ortsvereinen auch die Pfarrei (Büro und Pfarrsaal), die Mutter-Kind-Gruppe und die Jugend unterkommen sowie gegebenenfalls eine Praxis und eine gemeindliche Wohnung.

mmü