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Ein Kommen und Gehen gab es beim »Bauernmarkt zur Irisblüte« am Grabenstätter Marktplatz. Bei den vielen Fieranten war für jeden Geschmack etwas dabei. (Foto: Müller)

Bauernmarkt in Grabenstätt: Regionale Produkte und feine Klänge

Grabenstätt – Nachdem der Gemeinde Grabenstätt und dem Ökomodell Achental im vergangenen Jahr mit den Bauernmärkten zu Mariä Himmelfahrt und Erntedank ein erfolgreicher Neustart nach Corona gelungen war, kam nun auch der traditionell erste Bauernmarkt des Jahres, der Bauernmarkt zur Irisblüte, bestens an. Zahlreiche Besucher deckten sich am Marktplatz mit geräuchertem Fisch, Wurst, Fleisch, Käse, Gemüse, Obst, Honigprodukten, Obstbränden, Likören, Sirup, Whisky und Säften ein.


Zudem lockten Gestricktes, Gesticktes, Genähtes und Gehäkeltes, selbst gemachter Schmuck, Keramik und Heutiere aus diversen Naturprodukten. »Für meine selbst gefertigten Grillanzünder habe ich Hobelspäne mit Wachs getränkt und dann gepresst«, erzählte ein junger Verkäufer, der auch selbst gefertigte Grillzangen aus Holz im Angebot hatte.

Ein Augenschmaus war das bunte Blumenmeer am Stand von Gärtnerin Tina Bleifuß. Gesellig zu ging es am Weinstand der Pfälzer Winzerfamilie Handrich, die auch Kartoffeln und Spargel dabei hatte. Seine Bauernmarkt-Premiere feierte der Museumsverein Torfbahnhof-Rottau. Nach dem Ende des Torfabbaus vor rund 40 Jahren habe sich der Verein für den Erhalt des mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Torfbahnhofs am Rande des Naturschutzgebietes Kendlmühlfilzen eingesetzt und seit 1988 die Trägerschaft für das Museum inne, so Vorsitzende Brigitte Stark. Die Bedeutung der Moore als CO2-Speicher sei gerade in Zeiten der Klimakrise groß.

Bürgermeister Gerhard Wirnshofer freute sich über die vielen Besucher und Fieranten, und dass die Bauernmarkt-Tradition nach schwierigen Corona-Jahren wieder mit Leben gefüllt werden kann. »Wir wollen regionale und lokale Strukturen fördern, das ist unser großes Anliegen«, betonte der Geschäftsführer des mitveranstaltenden Ökomodells Achental, Wolfgang Wimmer.

In jüngerer Vergangenheit habe es auch hierzulande krisenbedingt leere Regale gegeben, und dies könne man mit Regionalität, Direktvermarktung und regionaler und lokaler Wertschöpfung verhindern.

Die Kinder begaben sich mit Irmelind Klüglein auf eine Märchenwanderung zur Irisblüte ins Grabenstätter Moos, wo derzeit unzählige sibirische Schwertlilien in voller (blauer) Blüte stehen. Musikalisch umrahmt wurde der Markt von den Blockflötenkindern von Annemarie Wiesholler und anschließend von der Bläserklasse unter der Leitung von Christian Bergmann. Applaus und viel Lob waren allen Nachwuchsmusikanten sicher.

Die Ortsbäuerinnen um Christl Stefanutti verwöhnten ihre Gäste mit ihren leckeren selbst gebackenen Kuchen und Zwetschgen-Bavesen.

Es folgen heuer noch die Bauernmärkte zu Maria Himmelfahrt am 13. August und dann zum Erntedank am 24. September.

mmü