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Bald eine Ampel in Grabenstätt?

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Rote Ampel
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Foto: dpa/Julian Stratenschulte/Archiv

Grabenstätt – In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand die Nachbesprechung der Bürgerversammlungen auf der Tagesordnung. Norbert Lohwieser hatte in Grabenstätt angemerkt, dass der Bereich am Kriegerdenkmal aufgrund des starken Verkehrs und der teilweise hohen Geschwindigkeiten »lebensgefährlich« sei. Zudem sei die Stelle sehr unübersichtlich und es gebe keine Beleuchtung. Er forderte einen geordneten Übergang aus, etwa einen Zebrastreifen.


Bürgermeister Georg Schützinger erinnerte nun noch einmal daran, dass man hier bereits seit geraumer Zeit um eine Ampel kämpfe. Die von der Gemeinde eingebrachte Begründung zur Notwendigkeit einer Bedarfsampel sei von der Unteren Verkehrsbehörde im Landratsamt mittlerweile entsprechend gewürdigt worden. »Es besteht also durchaus Hoffnung, dass sich hier in naher Zukunft eine Lösung abzeichnet«, so Schützinger.

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Keine grundsätzlichen Einwände mehr dagegen

So bestünden auch von der zuständigen Behörde »keine grundsätzlichen Einwände mehr« gegen das Gutachten und die darin vorgebrachten Ausführungen. Technische und örtlichen Voraussetzungen müssten jedoch noch geprüft werden. Norbert Lohwieser und Josef Austermayer hatten auch darauf verwiesen, dass die Umgehungsstraße besonders im Kreuzungsbereich der Staatsstraße 2096 und der Kreisstraße 3 am nordwestlichen Ortsrand einen »gefährlichen Verkehrsknotenpunkt« darstelle. Man sollte die Geschwindigkeit dort unbedingt auf 80 km/h reduzieren, forderte Lohwieser. Austermayer kritisierte, dass viele Verkehrsteilnehmer hier überholten, obwohl es dort sehr unübersichtlich sei und auch tote Winkel gebe. Michael Geisreiter schimpfte zudem, dass der seit Langem angedachte Kreisverkehr nicht längst umgesetzt sei.

Zuständig ist der Freistaat

»Wir haben bereits mehrmals versucht, eine Geschwindigkeitsbegrenzung und/oder ein Überholverbot durchzusetzen. Da es sich aber um eine Staatsstraße handelt und somit formell der Freistaat zuständig ist, können wir immer nur Anregungen geben und unsere Bedenken anmelden«, so Schützinger jetzt im Gemeinderat.

Der Bau eines Kreisverkehrs sei vom Straßenbauamt nicht weiter verfolgt worden. Die Umsetzung sei schwierig, da die Einmündung aus Sicht der Fachbehörden kein Unfallschwerpunkt sei. Den Wunsch nach einem Kreisverkehr werde man den Fachbehörden aber auch in Zukunft laufend und eindringlich weitergeben, so Schützinger.

Auch die in der Bürgerversammlung in Erlstätt vorgebrachten Verbesserungsvorschläge zur Verkehrssicherheit an der Kreisstraße TS 3 und an der Kreisstraße TS 54 wurden angesprochen. Zur angedachten Ampel als Ersatz für den Zebrastreifen sei im Gemeinderat der Beschluss über Antragsstellung gefasst worden, erinnerte Schützinger.

Der Antrag sei dann eingereicht worden und man habe mittlerweile auch Rückmeldung. Demnach soll die Gemeinde die weitere Machbarkeit von einem Ingenieurbüro oder einer Fachfirma untersuchen lassen. »Die Verwaltung wird die Angelegenheit weiter koordinieren«, versicherte er und räumte ein, dass derzeit noch keine verbindliche Aussage zum Baubeginn möglich sei.

Geh- und Radweg vorgesehen

Zum Gefahrenbereich zwischen Ortsmitte, Gewerbegebiet, Sportzentrum und Kindergarten seien noch vor Weihnachten Kindergarten- und Fußgängerschilder aufgestellt worden, so Schützinger. Nun solle der Ausbau der Kreisstraße TS 54 mit Anbau eines Geh- und Radwegs vom Landkreis in einem ersten Teilabschnitt ab der Kreuzung Kreisstraße TS 54/Innerlohnerstraße/Raiffeisenstraße auf einer Länge von 500 Metern erfolgen.

Südlich der Kreuzung ist zudem eine Querungshilfe für Fußgänger geplant. Zur Vorfinanzierung habe die Gemeinde im Haushaltsplan 2018 bereits vorsorglich entsprechende Mittel für die Anlage eines Teilbereichs des geplanten Fußgängerwegs westlich der TS 54 zwischen der Kreuzung Innerlohnerstraße und der Turnhalle eingestellt, so Schützinger. mmü