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Es brennt! Elf Personen bei Großübung aus Salzachklinik gerettet

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Bei der Übung wurde der Ernstfall mit täuschend echter Rauchentwicklung simuliert. (Fotos: Gemeinde Fridolfing)
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Bis zum Eintreffen der alarmierten Feuerwehr bringen die diensthabenden Krankenschwestern die Patienten in den nächsten sicheren Brandabschnitt.
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Die Einsatzleitung in der Salzachklinik bespricht sich mit den Feuerwehren und Rettungsdiensten.
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Die Notärzte und Sanitäter der BRK-Kolonnen kümmerten sich um die Erstversorgung der Verletzten.

Fridolfing – In einer Großübung haben Einsatzkräfte der Feuerwehren, des BRKs und der Klinikleitung das Sicherheits- und Rettungskonzept für den Neubau an der Salzachklinik getestet. Nachdem die Erweiterung fertiggestellt und offiziell eingeweiht wurde, hat nun der Brandschutzbeauftragte der Gemeinde Fridolfing, Hans Heinrich, die Übung organisiert.


Am vergangenen Samstag wurde der Ernstfall geprobt. Inszeniert wurde ein nächtlicher Brand im Untergeschoss des Neubaus (Haus C) mit starker Rauchentwicklung, fünf zu evakuierenden Patienten, fünf eingeschlossenen Personen im verrauchten Keller und einer Person auf dem Dach.

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Als „Zu-Rettende“ hatten sich die Jugendlichen vom Jugendrotkreuz der Kolonne Fridolfing zur Verfügung gestellt. Pünktlich um 9.30 Uhr erklang der Alarm. Die beiden Krankenschwestern im Nachtdienst hatten die Aufgabe, den Brandort an der Brandmeldeanlage festzustellen und bis zum Eintreffen der Feuerwehr und Rettungskräfte die Patienten im Haus C zu evakuieren, also in den nächsten sicheren Brandabschnitt im Haus B zu bringen.

Oberstes Gebot dabei war es, die stationären Patienten mit ihren Betten oder Rollstühlen zügig aber in Ruhe in Sicherheit zu bringen, dabei alle Sicherheitsmaßnahmen wie die Sauerstoffversorgung einzuhalten und gleichzeitig aber jeden einzelnen sachlich und beruhigend zu informieren, um eine Panik zu vermeiden.

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Mit Atemschutz und Fluchthauben wurden die im Gebäude eingeschlossenen Personen in Sicherheit gebracht.

Die anrückenden Feuerwehrfahrzeuge aus Fridolfing, Pietling, Tittmoning, Kirchanschöring und Petting richteten im Außenbereich der Klinik ihre Einsatzzentrale ein, während in einem Verwaltungsbüro im Inneren der Salzachklinik die Einsatzleitung bestehend aus der Klinikleitung, Vertretern der Feuerwehren und der Rettungsdienste, dem Hausmeister, dem leitenden Belegarzt und dem Bürgermeister zusammenkam.

Unter Atemschutz brachten die Feuerwehrmänner die fünf mit Fluchthauben ausgestatteten Personen, die im verrauchten Keller eingeschlossenen waren, aus de Gebäude und übergaben sie den Rettungssanitätern des Fridolfinger Roten Kreuzes. Diese übernahmen die weitere Versorgung.

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Innerhalb kürzester Zeit waren die benötigten Schlauchleitung gelegt.

Während die Feuerwehren aus Fridolfing, Pietling, Kirchanschöring und Petting Schlauchleitungen legten und mit der Brandbekämpfung begannen, holten die Tittmoninger von der anderen Seite des Gebäudes mittels Drehleiter eine Person vom Dach. Die Rettungssanitäter der Rotkreuzgruppe Tittmoning kamen mit weiteren zwei Fahrzeugen und brachten eine verletzte Person aus dem Inneren der Klinik zur Versorgung mit Rettungsliege in den Rettungswagen.

Alle Feuerwehren arbeiteten dank der guten Organisation Hand in Hand und so konnte schon nach gut einer Stunde Entwarnung gegeben werden: „Alle Personen in Sicherheit, Brand unter Kontrolle.“

Die Verantwortlichen der Gemeinde, der Feuerwehren und Rettungsdienste waren mit der Übung vollumfänglich zufrieden. Der Verlauf der Großübung habe gezeigt, dass man für den Ernstfall – der hoffentlich nie eintreten wird – dank der guten Ausbildung und Ausstattung bestens gerüstet ist.

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Die Einsatzzentrale der Feuerwehren und Rettungskräfte vor der Klinik.

red/Pressemeldung der Gemeinde Fridolfing