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Verkehrsthemen beschäftigten die Chieminger

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Chieming: Verkehrsthemen beschäftigten die Chieminger
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Auf den Parkflächen gegenüber der Poststelle ist die Parkdauer auf ein halbe Stunde begrenzt. Für Walter Kolb wäre es wünschenswert, wenn die Begrenzung nur während der Geschäftsöffnungszeiten gültig wäre. (Foto: Peter)

Chieming – Ausschließlich um Verkehrsthemen – vom ruhenden Verkehr über den Fußgänger- und Fahrradverkehr bis zum fließenden Verkehr – ging es in der Bürgerversammlung in Chieming. Es war für Bürgermeister Benno Graf die letzte in seiner 18-jährigen Amtszeit.


Der Parkplatz am Venusberg sei super, sagte Christina Haas. Doch in den Zeiten der Diskussion um Flächenversiegelung und Lichtverschmutzung fragte sie, warum der Parkplatz asphaltiert und die Fläche mit sieben Lampen ausgeleuchtet werden musste. Wenn es um die Frauenparkplätze gehe, hätte man diese doch deutlicher ausweisen und diesen Bereich mit nur einer Lampe beleuchten können, so Haas. Für ihn, so antwortete Bürgermeister Graf, sei es wichtig gewesen, die Parkplatzfläche so zu gestalten, dass wenig Unterhaltsaufwand erforderlich ist.

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Es zeige sich, dass die Bauhofarbeiter sehr viel damit beschäftigt seien, Parkflächen mit einer reinen Kiesfläche instand zu halten. Die Lampen mit LED-Technik könnten gedimmt werden und es werde sich zeigen, welche Lichtstärke künftig erforderlich sein werde, so Graf weiter.

Wie zu hören war, soll direkt vor der Schule ungefähr auf Höhe der Abzweigung zur Egerer Straße ein kleiner Kreisverkehr entstehen, um den Verkehr aus Richtung Egerer zu entschleunigen, sagte Heike Joswig und bezog sich dabei auf die vorausgegangen Ausführungen von Graf. Sie würde sich an der Einmündung der Poststraße bei Egerer ebenso einen Kreisverkehr wünschen, um aus ihrer Sicht diese Gefahrenquelle zu entschärfen.

Wenn es an einer bestimmten Stelle Probleme gebe, würde eine Verkehrsschau durchgeführt, um anschließend entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, sagte der Bürgermeister. Problem sei, dass die Beschilderung mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht beachtet würde. Hier wären mehr Kontrollen erforderlich. Bei mehr Kontrollen würde dann jedoch wieder der Vorwurf der Abzocke schnell laut, so Graf.

Im Bereich der Schule wären erst 50, dann 30 km/h und anschließend würde die Geschwindigkeitsanzeigetafel mit Smiley kommen, sagte Graf. Dadurch würden die Autofahrer doch freundlich auf die Geschwindigkeit hingewiesen. Viele würden sich aber eben nicht an die Begrenzung halten. Es gehe sogar soweit, dass immer wieder Geschwindigkeitsanzeigetafeln mutwillig zerstört und beschädigt würden. Graf wies auch noch darauf hin, dass im gesamten Gemeindegebiet laufend Verkehrskontrollen gemacht würden.

Die Verkehrssituation an der Hauptstraße besonders im Bereich des Chiemseer Wirtshauses sprach Friedrich Staufenbiel an. Es gehe hier besonders um Fußgänger und Radfahrer, die sich einen verhältnismäßig schmalen, kombinierten Gehsteig für beide Richtungen teilen müssten. Die Situation werde durch E-Bike-Fahrer noch verschärft, so Staufenbiel. Das Thema sei bekannt und eine Lösung sei schwierig zu handhaben, sagte Graf. Ohne die Diskussion anheizen zu wollen, würde eine Ortsumfahrung eine Entspannung bringen, da dann die Staatsstraße durch den Ort verschmälert und die Rad- und Fußwege verbreitert werden könnten, so Graf.

Die Gemeinde habe die Verkehrsüberwachung vergeben, führte Walter Kolb an. Jedoch fehle seiner Ansicht nach bei den Parkflächen gegenüber der Poststelle eine zeitliche Begrenzung der Parkdauer. So könnten die Parkplätze auch außerhalb der Geschäftszeiten nur eingeschränkt genutzt werden. Wenn das Überwachungspersonal komme, müsse man handeln, da die Beschränkung auf eine halbe Stunde ständig gelte, so Kolb. Graf meinte, dass das Anliegen geprüft werde.

Inwieweit der Ausbau vom 5G-Netz in Chieming gediehen sei, wollte Astrid König wissen. Graf sagte, dass ihm diesbezüglich keine Aktivitäten im Gemeindegebiet bekannt seien. MP


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