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Unfallschwerpunkte an Staatsstraße 2095 großes Thema in Bürgerversammlung

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Chieming: Unfallschwerpunkte an Staatsstraße 2095 großes Thema in Bürgerversammlung
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Das Brückengeländer über den Thauernhausener Bach ist beim Breitbandausbau der Telekom zerstört und noch nicht instand gesetzt worden. Das sprachen Sebastian und Fritz Lowak sowie Adolf Georg in der Bürgerversammlung in Ising an. Bereits im letzten Jahr war dies ein Thema bei der Bürgerversammlung.

Chieming – Bei der Bürgerversammlung in Ising bezogen sich die Fragen an Bürgermeister Benno Graf schwerpunktmäßig auf die Unfallgefahrenpunkte entlang der Staatsstraße 2095 im Gemeindegebiet von Kleeham bis zur Kupferschmiede in Arlaching.


Hinterfragt wurden insbesondere die Unfallschwerpunkte beim Goriwirt in Egerer, an der Abzweigung nach Stöttham und an den Ausfahrten in Arlaching von der Thauernhausener Straße und Am Anger auf die Staatsstraße, sowie das unkontrollierte Parkverhalten in Arlaching bei Badewetter.

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Peter Mitterleitner forderte einen Kreisverkehr in Egerer, Bruno Siglreitmeier beanstandete (wie bereits letztes Jahr) die vergilbte Farbe des Radwegs vor dem Kiosk der Kupferschmiede, und Dr. Matthias Schaffert sieht ein Problem im nicht klar geregelten Chiemseerundweg gegenüber Am Anger. »Ich kann da gar nicht hinschauen, wenn Eltern mit ihren drei Kindern die Staatsstraße Richtung Seebruck entlang radeln.« Auch Schutzplanken rechts und links der Straße seien in Arlaching nötig, meinte Arno Zandl, nachdem dort bereits mehrere Pkw und Lkw die Böschung hinuntergerutscht seien.

Bürgermeister Graf sagte, es gebe jedes Jahr eine Verkehrsschau mit der Polizei, doch für die angesprochenen unfallträchtigen Orte sei das Straßenbauamt und nicht die Gemeinde zuständig, da könne die Gemeinde nichts tun. Die Baukosten für die Weiterführung des Chiemsee-Rundwegs bei Arlaching würde zu 100 Prozent das Straßenbauamt übernehmen und die Gemeinde müsste sich mit 50 Prozent an der Unterführung beteiligen, sagte Graf, doch die Grundstücksbesitzer weigern sich, etwas herzugeben; deshalb sei man am Ausbau gehindert.

Auf die Aussage von Dr. Matthias Schaffert, eine Umgehungsstraße von Chieming würde den Verkehr noch mehr anziehen, meinte Graf, eine Trasse zur Entlastung des Chieminger Durchgangsverkehrs sei schon seit 50 Jahren im Gespräch. Berechnungen hätten ergeben, dass 60 Prozent des durch Chieming fließenden Verkehrs Zielverkehr sei, und eine Umgehung den Schwerlastverkehr aus dem Ort halten würde. Graf meinte, er würde mit Argusaugen »die heißen Diskussionen dazu« nach seiner Amtsaufgabe im April mitverfolgen.

Emil Zürcher wollte wissen, ob man nichts gegen die Parker unternehmen könne, die im für Fahrzeuge gesperrten Wald Richtung Stöttham parken und die Durchfahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge blockieren. Dafür zuständig sei die Polizei, so der Bürgermeister.

Sebastian und Fritz Lowak sowie Adolf Georg griffen das bei der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr bereits angesprochene Thema mit der Brücke über den Thauernhausener Bach zwischen Thauernhausen und Wald erneut auf, welche beim Breitbandausbau der Telekom von einem rumänischen Bautrupp zerstört worden sei. Mehrere zentnerschwere Betonteile seien von der Brücke bereits abgebrochen, die Sebastian Lowak mit seinem Traktor gehoben habe. Graf sagte (wie im vergangenen Jahr), dass das »jetzt wirklich einmal« angeschaut werden müsse.

Sebastian Lowak wollte auch wissen, wer ihm den Asphaltschaden ersetze, den die Telekom beim Verlegen der Glasfaserkabel an seinem Grundstück angerichtet habe. »Allein der Abtransport des Asphalts würde mich 1800 Euro kosten, und das Neuasphaltieren 40.000 Euro.«

Ludwig Baumgartner bemängelte den schlechten Straßenzustand zwischen Fehling und Ising. »Wenn das bis in zwei Wochen nicht gerichtet ist, kann ich nicht zur Wahl kommen.« Darauf Graf: »Du bist heute auch hergekommen, und sonst fährst' mit dem Siglreitmaier-Bruno mit dem Radl zur Wahl.« Sepp Mitterleitner forderte die Anleinpflicht von Hunden im Bereich Ising. »Es kann nicht sein, dass Hunde besser gestellt werden als das Wild«, betonte er.

Zweiter Bürgermeister Georg Hunglinger bedankte sich bei Graf für dessen langjährige Verdienste zum Wohl der Gemeinde. Besonders auf den Schuldenabbau der Gemeinde, der zusammen mit den Gemeinderäten geschafft worden sei, könne man Stolz sein. zan


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