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„Seewärts Festival“ der Chieminger Wasserwacht war ein voller Erfolg

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Eine einzigartige Location am idyllischen Chieminger Seeufer, großartige Künstler mit abwechslungsreicher Musik sowie beste Stimmung und Unterhaltung. Das „Seewärts Festival“ der Chieminger Wasserwacht hielt einmal mehr, was es versprochen hatte. Auch fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt. Fotos: Müller
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Chieming – 2000 feierwütige Besucher bei der freitägigen Beachparty mit Jahrhundert-Mondfinsternis und rund 1400 musikbegeisterte Gäste am Samstag beim stimmungsvollen Seewärts Festival – besser hätte die zweitägige Traditionsveranstaltung der Chieminger Wasserwacht bei traumhaftem Sommerwetter und perfekter Urlaubsstimmung nicht verlaufen können.


„Bei der Beachparty war der Ansturm sogar so groß, dass wir gegen 22.30 Uhr einen Einlass-Stopp verhängen mussten“, betonte Organisator Dominik Sorre vom ausrichtenden Wasserwacht-Förderverein, kurz bevor der mit Spannung erwartete Hauptact Schmutzki beim Seewärts-Festival als siebte und letzte Band des Abends mit grandiosem Punkrock die Bühne rockte.

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„Wir bringen das Wasser zum Kochen“, hatten Beat Schmutz (Gesang/Gitarre) und seine Bandkollegen nach einem Bad im Chiemsee angekündigt und sie sollten Wort halten.

Die 2011 gegründete Stuttgarter Punkrock-/Indie-Rock-Band Schmutzki hat sich längst deutschlandweit einen Namen gemacht und das nicht erst seit dem 22. August 2015 als man vor mehr als 70.000 Zuschauern als Vorband der „Toten Hosen“ auf der Festwiese in Leipzig für Furore gesorgt hatte. Dabei sind die Zutaten denkbar einfach: Ein paar scharfkantige Riffs, dreckig getackerte Rhythmen und ein Satz rostige Stimmbänder.

Mit großer Klappe, zwinkerndem Auge und viel Herz mischen die drei Freunde den Punkrock auf und dann haben sie noch etwas im Köcher, das man sich nicht heranzüchten und auch nicht kaufen kann: Sie sind authentisch und alles andere als Mainstream. So etwas liebt das Seewärts Festival-Publikum. „Ich war schon auf Konzerten von ihnen in Zürich, Leipzig und München und heute erlebe ich sie daheim“, freute sich ein eingefleischter Fan aus Otting.

Dass heuer auch auffallend viele Musikfans aus Österreich da waren, lag nicht zuletzt am Line-up, das mit fünf Bands aus der Alpenrepublik aufwartete: Granada, Lea Santee, Farewell Dear Ghost, Viech und Rev. Stomp. Die fünfköpfige Grazer Mundart-Band Granada um den Sänger Thomas Petritsch heizte vor Schmutzki ein und zog die Besucher mit feiner Popmusik, herzergreifenden Balladen und geilen Ziach- und Bassklängen in ihren Bann. Auch ihre Bühnenshow war Extraklasse. Granadas Erfolgsgeschichte begann 2015: Ihr Debütalbum landete prompt in den österreichischen Albumcharts. Hinzu kommen mehrere Millionen Plays auf Youtube und Spotify und ausverkaufte Konzerte in diversen Großstädten. Dass sich auch ihr zweites Album gut verkaufen wird, steht nicht erst seit dem umjubelten Chieming-Auftritt fest. Granada verleiht dem erfolgreichen „Neo-Austropop“ einfach noch eine besondere Note.

Bilder vom Festival:

„Ich bin für mein Leben gern Stuttgarter, doch als ich vorhin am Strand war, wusste ich nicht mehr warum. Wisst ihr eigentlich, dass ihr hier im Paradies lebt“, fragte „Antiheld“-Sänger und -Gitarrist Luca Opifanti und hatte bei den heimischen Fans gleich mal ein Stein im Brett. Was dann folgte war deutschsprachige Popmusik der Extraklasse, rau, ehrlich und mit schwäbischer Quetschkommode. „Chieming – ich brauche euch alle“, schallte es von der bebenden Bühne und die sympathischen Mannen von Antiheld fingen sie alle ein mit ihrer Show und einem Rucksack voller Kindheitsträume, wurden gefeiert und durften dann als wahre Helden noch fleißig Autogramme schreiben. Gerade ihre weiblichen Fans schienen sie gar nicht mehr loslassen zu wollen. Der österreichischen Indie-Pop-Band Farewell Dear Ghost war es zuvor gelungen, die Stimmung erstmals zum Kochen zu bringen und das lange bevor Sänger und E-Gitarrist Philipp Szalay singend und tanzend ein Bad in der Menge nahm.

Zuvor hatte die befreundete Band Viech ihren ausgeprägten Hang zur Eigenheit zelebriert und mit textstarker Popmusik aufgetrumpft – allerdings etwas später als geplant, denn da man bei der Anreise mehrmals im Stau steckte, durfte Lea Santee aus Wien vor ihnen auf die Bühne. Das ursprünglich vom Indie-Rock kommende, elektronische Duo aus Songschreiberin und Sängerin Lea Stöger und Produzent Manuel Hops brillierte mit alten und ganz neuen Liedern und bewies eindrucksvoll, dass die Nominierung als „Best Pop Newcomer“ bei den UK Music Video Awards im Oktober 2017 in London kein Zufall war. Zum Festival-Auftakt hatte die Band Rev. Stomp um Christoph Mooser für die passende Einstimmung gesorgt.

Die Erlöse des Seewärts Festivals und der Beachparty kommen der Chieminger Wasserwacht zugute, um Wache, Boote und Ausrüstung instandzuhalten und aufzustocken. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten die Wasserwachtler mit ihren kulinarischen Partnern. Allein beim Seewärts Festival waren 50 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Zwischen den Bandauftritten lohnte ein Bummel durch die Basar- und Infostände. Bei der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG wartete eine Fotobox, am BR Puls-Stand gab es Lose und es konnten Stoffbeutel mit Acrylfarben bemalt werden. Zudem gab es Fare Trade-Kleidung aus der Region und auch die Graffiti-Meile stand bei Jung und Alt hoch im Kurs. Wer es sich bequem machen wollte, der suchte sich ein lauschiges Plätzchen in der Chillout-Area unter dem einladenden Sternsegel mit romantisch leuchtenden „Eiskristallen“. mmü


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