Künftig Tempo 30 in Stöttham

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In Stöttham wird künftig im ganzen Ort Tempo 30 gelten. (Foto: Zandl)

Chieming – Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, dass künftig Tempo 30 gelten soll. Das Thema war bereits in der Sitzung im Februar auf der Tagesordnung gestanden. Damals machte das Gremium eine Entscheidung von der Ortseinsicht des Verkehrsbeauftragten der Polizei abhängig.


Inzwischen liegt die Stellungnahme der Polizeiinspektion Traunstein vor mit dem Ergebnis, dass im Ortsbereich Stöttham eine Tempo-30-Zone beschlossen werden kann. Dieser Beschluss erfolgte nun in der letzten Sitzung. Vorausgegangen war eine Befragung von ungefähr 125 Stötthamer Haushalten per Unterschriftenliste, ob eine Tempo-30-Zone in Stöttham eingeführt werden soll. Diesen Antrag einer Stötthamer Bürgerin aus dem vergangenen Jahr haben 90 Haushalte unterstützt.

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Gemeinderat Martin Pauli – selbst in Stöttham wohnhaft – brachte zum Ausdruck, dass mit dem Beschluss für Stöttham »noch nicht alles gut« sei. Zum einen hätten 30 Haushalte mehr für die Tempo-30-Zone gestimmt, wenn damit keine Rechts-vor-Links-Regelung verbunden gewesen wäre, sagte Pauli. »Denn viele Bürger sehen in der Rechts-vor-Links-Regel, die mit der Tempo-30-Zone nun automatisch im gesamten Ort verbunden ist, eher eine zusätzliche Gefährdung als eine Entspannung der Unfallgefahren.« Ursache sei unter anderem, dass viele Rennradfahrer nicht auf Rechts-vor-Links-Regeln achten würden, außerdem sei mit der Tempo-30-Zone noch nicht das Problem der vielen Fahrradtouristen gelöst, die insbesondere in den Sommermonaten durch Stöttham radeln.

An den Rechts-vor-Links-Straßen werden nun doch keine Haltebalken auf der Fahrbahn markiert, sondern »Haifischzähne« auf den Straßenbelag aufgebracht, erklärte Pauli. Damit werden die neuesten gesetzlichen Änderungen im Straßenverkehr umgesetzt. Es herrschte im Gemeinderat Einigkeit darüber, dass man die Verkehrssituation in Stöttham in einem Jahr erneut auf die Tagesordnung setzen sollte. Bis dahin sollte in Zusammenarbeit mit der Polizei ein Konzept für ein Radwegenetz erstellt werden, in dem die Lenkung der vielen Radler am Uferradweg – womöglich mit anderen Chiemsee-Gemeinden – zukunftsfähig geplant wird.

az


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