Haus des Gastes und die Tourist-Info offiziell eröffnet

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Das Haus des Gastes mit Tourist-Info ist umgebaut worden. Die Kosten betragen circa zwei Millionen Euro.
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Das Haus des Gastes segnete (von links) Pater Gabriel Budau im Beisein von Altbürgermeister Benno Graf, zweitem Bürgermeister Markus Brunner, Architektin Ulrike Heide Oel und Bürgermeister Stefan Reichelt. (Fotos: Zandl)

Chieming – Mit der Einweihungsfeier nach Abschluss der Sanierung des Haus des Gastes, der Tourist-Info sowie der im Haus integrierten Ausstellungsräume und des Sitzungssaals wurde eine weitere Etappe in der Modernisierung und energetischen Sanierung gemeindeeigener Liegenschaften erreicht.


In den vergangenen Jahren waren bereits die Kinderkrippe (2013), das Rathaus (2016 bis 2017) und der Kindergarten (2017) für insgesamt gut sechs Millionen Euro saniert worden, die Umbauarbeiten am nun offiziell eröffneten Haus des Gastes kosteten ungefähr zwei Millionen Euro, und die derzeit laufende Generalsanierung der Grund- und Mittelschule Chieming mit Freianlagen und Schulaußensportanlagen (2020 bis 2023) ist mit 11,5 Millionen Euro veranschlagt.

Die Bauarbeiten für das Haus des Gastes und die Tourist-Info waren nach zehnmonatiger Bauzeit zwar bereits im Dezember 2019 abgeschlossen, die Corona-Pandemie verursachte aber eine Verschiebung der Einweihung um eineinhalb Jahre. Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) dankte allen voran Architektin Ulrike Heide Oel für ihre zuverlässige Bauplanung und -umsetzung. Reichelt richtete seinen Dank auch an Amtsvorgänger, Altbürgermeister Benno Graf, und an die ehemaligen Gemeinderatsmitglieder, die den Umbau auf den Weg brachten, sowie an Hubert Steiner, der als Vorsitzender des Heimatvereins den Gewölbesaal des Heimathauses während der Umbaumaßnahmen für Gemeinderatssitzungen zur Verfügung stellte. Als Anlass der Sanierungsmaßnahme stellte Reichelt heraus, dass die bisherigen Raumausstattungen nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprachen. So gibt es jetzt eine digitale Ausstattung für Gäste, die veralteten und maroden Fenster waren undicht und erfüllten nicht mehr den erforderlichen Arbeitsschutz. Der Bau eines Aufzugs sorgt nun für Barrierefreiheit im gesamten Haus des Gastes, und es konnten durch den Umbau energetische Mängel beseitigt werden.

Architektin Oel gab einen detaillierten Einblick in die Phasen des Umbaus und stellte dessen Vorteile heraus. So wurden neben barrierefreien WCs eine neue Heizungsanlage mit Gasanschluss und eine neue Lüftungsanlage eingebaut. Die Arkaden wurden zum Innenraum mit erweiterter Fläche für die Tourist-Info umgestaltet. Eine PV-Anlage, die Erneuerung der Elektroinstallation und die Beleuchtung wurden ebenso umgesetzt wie die neue Fluchtwegtreppe und die Fenstervergrößerung im Sitzungssaal, die für mehr Raumlicht sorgt. Eine gelochte Holzbekleidung an den Wänden soll die Akustik optimieren und mittels moderner Medientechnik kann auch von den Zuschauern im hinteren Saal die Präsentation der Gemeinderatssitzung aus größerer Entfernung verfolgt werden. Der Sitzungssaal wurde so konzipiert, dass bei einem Einwohnerwachstum die Zahl der Sitzplätze für Gemeinderäte von 16 auf 20 erweitert werden könnte.

Zur Ausstattung gehört im ganzen Haus WLAN, das Gäste ebenso nutzen können wie das Computerangebot im Eltern-Kind-Raum. Auch die Anforderungen an den Denkmalschutz konnten gut gelöst werden. Oel bedankte sich bei Graf und Reichelt für die gute Zusammenarbeit, ebenso beim Geschäftsleitenden Beamten im Rathaus, Ewald Mayer, und bei Christian Fitzner, dem Leiter Marketing der Tourist-Info, allen Gemeinderäten, und allen, die am Bau beteiligt waren sowie Ortsheimatpfleger Hubert Steiner, Archäologin Andrea Krammer und Grafikerin Susanne Heisserer, die bei der Erstellung und Bestückung von Ausstellungs-Vitrinen und Schaubildern zur Chieminger Ortsgeschichte mitwirkten.

Auch Hubert Steiner zeigte sich dankbar, dass im Haus des Gastes Raum geschaffen wurde, um mit der Chieminger Geschichte in Kontakt zu kommen: In Form eines nachgebildeten römischen Votivaltars aus der ehemaligen Peterskirche, durch ausgestellte Tafeln zur Sommerfrische und durch Vitrinen mit historischen Funden.

Pater Gabriel Budau segnete das Haus des Gastes mit der Tourist-Info und hob in seiner Ansprache den Wert des Hauses als Ort der Begegnung von Gästen heraus, in dem hilfreiche Informationen vermittelt werden könnten.

Symbolisch übergab Architektin Ulrike Heide Oel an Bürgermeister Stefan Reichelt einen von der am Umbau beteiligten Schreinerei Hölzle gefertigten Schlüssel. Für den musikalischen Rahmen sorgten Irmi Wallner und Sohn Wasti als Ziach-Spieler.

az