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Gymnasium Ising ist »Botschafterschule«

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EU-Abgeordnete Maria Noichl legte selbst Hand an bei der Befestigung der Plakette »Botschafterschule«. Hilfe bekam sie von Schulleiter Wolfgang Brand. (Foto: Heil)

Chieming – »Freude, schöner Götterfunken« – was von Ludwig van Beethoven und Friedrich Schiller einst geschrieben worden ist und heute vorwiegend als Europahymne erklingt, stand auch im Mittelpunkt des Festakts am Gymnasium Ising zu dessen Zertifizierung als »Botschafterschule für das Europäische Parlament«.


Voller Freude also begrüßte Schulleiter Wolfgang Brand seine Schulfamilie in der Isinger Aula, voller Freude blickte auch die EU-Abgeordnete Maria Noichl in die lächelnden Gesichter der Gymnasiasten. Für die gebürtige Rosenheimer Politikerin, die seit 2014 im Europäischen Parlament sitzt, ist das EU-Projekt »Botschafterschule« besonders wichtig – dient es doch dazu, ein europaweites Netzwerk zwischen Schulen aufzubauen und so das Bewusstsein für Europa und für das Parlament zu stärken. Interessierte Juniorbotschafter, also Schüler, sind dabei die Multiplikatoren an der Schule, die Fragen und Diskussionen rund um Europa weitergeben und vorantreiben.

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»Was ist Europa?«, fragte Maria Noichl deshalb auch gleich zu Beginn ihrer Rede und meinte dazu: »Es geht doch um die Frage: Wie gehe ich mit meinen Nachbarn um?« Nachbarn sollten miteinander auskommen. Sich helfen, wenn es nötig ist. Diskutieren, wenn unterschiedliche Meinungen herrschen. Auch Europa und im Besonderen die EU funktioniere so. »Solidarität, Fairness und Demokratie« seien die wichtigen Schlagworte: »Wer mehr Kraft hat, trägt mehr und jeder macht jetzt das, was er leisten kann.«

Diese Ziele und gleichzeitig auch Grundpfeiler Europas seien der Grund, warum sich das Europäische Parlament mit »Projekten einmischt« – wie eben mit der EU-Botschafterschule. Wie schon eingangs von Schulleiter Brand betont wurde: Europa steht momentan schwer unter Beschuss mit dem »Brexit, dem Kompetenzgerangel, kaum verständlichen Regelung zur Abschaffung von Glühbirnen oder Leistung von Staubsaugern«. Und deshalb sei es wichtig, dass sich Jugendliche mit europapolitischen Fragen auseinandersetzen, damit diese 28 Staaten »wie Klettverschlüsse« zusammenhalten und Frieden herrschen könne.

Maria Noichl überreichte allen engagierten Juniorbotschaftern Urkunden. Schulleiter Brand nahm die Plakette »Botschafterschule« in Empfang, die er gemeinsam mit Maria Noichl in der Aula anbrachte. Am Festakt nahmen auch Bürgermeister Bernd Ruth aus Seeon-Seebruck und der zweite Chieminger Bürgermeister Georg Hunglinger teil.

Das Ende der Veranstaltung war musikalisch: Aus über 300 Kehlen tönte die Europahymne! Eine Ode an die Freude an einem freudvollen Tag.

 


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