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»Da geht einem das Herz auf«

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Die Gaugruppe bei der Aufführung des neuen »Jubiläumstanzes«, der künftig bei Gründungsfesten für 100 und 125 Jahre aufgeführt werden soll. (Foto: Ortner)

Chieming – Der Festabend des GTEV »Chiemseer« Chieming begann mit einem Standkonzert der Trachtenkapelle vor dem Pfarrheim. Im Anschluss spielte die Kapelle den kleinen Festzug hinaus zum Festzelt, wo ein buntes Programm die Gäste zum Festabend erwartete.


Zahlreiche Trachten- und Ortsvereine hatten sich zum gemeinsamen Feiern eingefunden. Durch den Abend führte Festleiter Georg Hunglinger mit launigen, lustigen und teils sehr persönlichen Ansagen. Sein Lieblingssatz »Da geht einem das Herz auf«, machte deutlich, dass er immer noch »für die Trachtensache brennt«, auch wenn er das Amt des Vorstands inzwischen in jüngere Hände gegeben hat.

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Der Festabend des Jubiläumsvereins ist eine großartige Gelegenheit für jede Aktiven-Gruppe sich mit einem Beitrag zu präsentieren. Alle Buam platteln gemeinsam den »Birkenstoana«. Die Kinder tragen ein Lied vor und tanzen »Kikeriki«. Einige sind schon seit Tagen aufgeregt, weil es ihr erster Auftritt vor Publikum ist.

Die Jugend tanzt den »Chiemseer« und im Anschluss gemeinsam mit der Aktiven-Gruppe das »Mühlradl«, das sich unaufhörlich dreht und bei dem es hin und wieder ganz schön eng wird. Bevor Vorstand Josef Fleischmann und Bürgermeister Georg Schützinger für den Patenverein »D’ Chiemgauer« Grabenstätt das Jubiläumsgeschenk übergaben, präsentierten die Aktiven Burschen den »Holzhacker-Marsch«. Dabei ging es nicht nur ums Platteln – beim Baumstämme hacken flogen auch ordentlich die Späne und Holzstücke.

Höhepunkte des Festabends sind der Auftritt der Gaugruppe, die die Uraufführung eines neu einstudierten Jubiläumstanzes präsentierte, der nur zu Gründungsfesten für 100 und 125 Jahre aufgeführt werden soll. Und natürlich das »Große Finale« des Festvereins mit dem »Sternentanz«, bei dem in verschiedenen aufwändigen Varianten und Schrittfolgen aus 28 Spitzen verschiedenste Sterne gebildet werden.

Schirmherr und Bürgermeister Benno Graf würdigte das unermüdliche Engagement des Vereins mit vielen Festen und Brauchtumsveranstaltungen einen wichtigen Beitrag zum lebendigen Dorfleben zu leisten. Stellvertretender Gauvorstand Sebastian Gasteiger sagte: »Ich bin heute da zum Vergelt’s Gott sagen, dass ihr euch das ganze Jahr über für unsere Trachtensache engagiert.« Er dankte auch Georg Hunglinger, der 19 Jahre Vorstand des Chieminger Trachtenvereins war, und erinnerte an seinen Vorgänger Bernhard Pletschacher, der 27 Jahre die Geschicke des Vereins geleitet hatte. Beide haben sich auch im Gauverband stark eingebracht. Besonders freue ihn, dass es jetzt mit einer jungen Vorstandschaft weitergehe und das der neue junge Vorstand Korbinian Maier dabei in die Fußstapfen seines Großvaters Bernhard Pletschacher trete.

25 Vereine gäbe es in Chieming berichtet Sigi Engl, sieben in Hart und fünf in Ising, die das Leben in der Gemeinde mit ihren Aktivitäten vielfältig bereichern. Für die Ortsvereine Freiwillige Feuerwehr, Wasserwacht, TSV Chieming, Katholischer Frauenbund, den Schützenverein, Gartenbauverein, die Krieger- und Soldatenkameradschaft sowie den Musikverein übergab Sigi Engl das gemeinsame Geschenk zur Förderung des Nachwuchses. Zudem übergab Engl, der 40 Jahre als Hochzeitslader aktiv war, seine Aufzeichnung über »Hochzeiten wie sie bei uns Brauch sind« als Erinnerung, denn »auch das gehört bei uns dazu«.

Die musikalische Gestaltung übernahmen neben der Musikkapelle Chieming unter Leitung von Stefan Herbrand verschiedene Musikgruppen. De Waholzner Sänger, ein Musikantenkollektiv aus Nußdorf, Palling und Oberteisendorf unterhielten die Anwesenden mit alpenländischen Weisen. Teils klassischer Art, teils auch mit viel Humor und Ironie besangen sie verschiedene Aspekte des Lebens. Eine Ziachmusi und die Goaßlschnalzer des Trachtenvereins spielten ebenfalls auf. Besonderes Augenmerk richtete sich auf die dargebotenen Weisen der Chieminger Alphornbläser mit Irmi Wallner, Albert Asenkerschbaumer und Hermann Probst. om