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»Advent ist wie ein Stromausfall«

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Zwei Ministrantinnen überbrachten Pater Marius Balint zum Abschied aus Chieming ein kleines Geschenk.

Chieming – »Vor zwei Monaten war uns noch nicht klar, dass Pater Marius Balint unseren Pfarrverband verlassen wird«, so Pfarrer Pater Gabriel. Nach nur drei Jahren habe er sich nun bereit erklärt, künftig den Pfarrverband Seeon-Seebruck zu unterstützen. In der Pfarrei Chieming hatte er sich mit viel Herzblut um die Belange der Gläubigen gekümmert. Sichtlich bewegend und schwer war daher die Verabschiedung des Kaplans im Rahmen des Gottesdienstes zum ersten Advent. In Hart und Ising wurde er bereits zuvor verabschiedet (wir berichteten).

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Zu Beginn der Messe segnete der Geistliche die Adventskränze und entzündete die erste Kerze am Adventskranz. In seiner Predigt betonte er, dass aufgrund der aktuellen Situation die Adventszeit mal so stattfindet, wie sie es eigentlich sein soll: ruhig und besinnlich.

»Wegen Corona sind wir eingeschränkt, erleben keinen hektischen Alltag, haben keine Termine oder stressige Verpflichtungen.« Er verglich den Advent mit einem Stromausfall, denn ohne Strom gehe heutzutage fast nichts. Kein PC zum Arbeiten, kein Fernseher, usw. Jetzt sollte man die Familie wertschätzen, zum Beispiel beim gemeinsamen Spielen, man solle Lichter anzünden und ein gemeinsames Gebet sprechen, um sich auf die Geburt Christi vorzubereiten.

Am Ende bedankte sich Pater Marius ganz herzlich für die wunderschöne Zeit in Chieming und wünschte alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen. Er würdigte die kirchlichen Gremien und alle, die ihn immer unterstützt haben. Sein größter Wunsch sei, dass die Pfarrgemeinde für ihn weiterhin bete, wie er für sie.

Pfarrer Gabriel überreichte ihm ein kleines Bild mit den Abbildungen aller Kirchen im Pfarrverband. Kirchenpfleger Franz Gschwendner dankte mit einem herzlichen »Vergelt's Gott tausendmal!« und stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Biggi Dlugos würdigte den Kaplan im Namen des Pfarrgemeinderats und der Ministranten. Zwei Ministrantinnen überbrachten ihm dazu ein kleines Geschenk.

Nach dem Segen sagte er, er sei froh, trotz der neuen Situation weiterhin in Chieming wohnen zu bleiben. So gäbe es doch die eine oder andere Gelegenheit, sich im Ort zu treffen. Ab dem 1. Dezember tritt Pater Gabriel Anton Ferent als Kaplan die Nachfolge an. fb