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89-jähriger Franz Wiesholler schwimmt zur Fraueninsel – Heuer zum letzten Mal?

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Erschöpft aber glücklich war Josef Wiesholler bei der Ankunft auf der Fraueninsel, zu der er von Stöttham aus geschwommen war. (Foto: Humm)

Chieming – Ausnahmesportler Franz Wiesholler aus Chieming, der im Oktober 90 Jahre alt wird, hat es mal wieder vom Seehäusl bei Stöttham aus geschafft, auf die Fraueninsel zu schwimmen.


Begleitet wurde er auf der etwa sieben Kilometer langen Strecke vom Boot der Chieminger Wasserwacht. Bootsführer war Lukas Heller in Begleitung von Dominik Sorre. Mit dabei war noch Wieshollers Nachbar Hermann Lehle, der ihn in Sachen »Schwimmen auf die Fraueninsel« stets betreut.

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In einem kleinen Rückblick erinnerte sich Wiesholler, dass er 1976 noch von Chieming aus überwiegend im Bruststil auf die Fraueninsel schwamm. Er brauchte dafür anfangs knapp unter vier Stunden. Zwischenzeitlich veränderte er seine Stilart und legt die Strecke abwechselnd im Kraulen, Brustschwimmen und auf dem Rücken zurück.

Noch vor einigen Jahren benötigte er dazu gut drei Stunden. Je älter er werde, desto länger dauere es nun, sagte der 89-Jährige mit einem Augenzwinkern. Zudem sorgt der Wind für die eine oder andere zeitliche Verzögerung. »Jetzt bin ich bereits seit 1976 zum 15.  Mal auf die Fraueninsel geschwommen«, sagte er. Womöglich sei dies heuer das letzte Mal gewesen.

Wie wichtig die Vorbereitung sei, darüber berichtete Wiesholler. Um diese gewaltige Schwimmstrecke in seinem Alter erfolgreich bewältigen zu können, habe er bereits Mai mit dem Schwimmtraining begonnen und sei wöchentlich Runde um Runde um den Tüttensee geschwommen. Zudem gehe er immer wieder ins Hallenbad nach Ising und »reiße« auch regelmäßig im Chiemsee seine Kilometer. Zudem ist er seit dem Frühjahr viel mit dem Fahrrad unterwegs. Trotz seines hohen Alters fühle er sich noch immer topfit.

»Heuer musste ich jedoch erkennen, dass ich nach Ankunft auf der Fraueninsel etwas erschöpft war«, sagte er, und begründete dies mit einer Schulterverletzung, die sich nach längerer Belastung sich immer noch bemerkbar macht. Nach einer kräftigen Brotzeit auf der Fraueninsel war die kurzzeitige Erschöpfung dann aber schnell vorbei. OH