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32 Bauparzellen sollen im Ortsteil Egerer entstehen

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Chieming: 32 Bauparzellen sollen im Ortsteil Egerer entstehen
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Der Chieminger Gemeinderat beschloss die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans im Ortsteil Egerer westlich der Poststraße in Verlängerung der Buchäckerstraße. Auf der knapp zwei Hektar großen Fläche sollen 32 Bauparzellen entstehen. (Foto: Zandl)

Chieming – Hinsichtlich der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans im Bereich der Verlängerung der Buchäckerstraße im Ortsteil Egerer ergab sich im Gemeinderat eine lebhafte Diskussion.


Heinrich Wallner (BBW) sprach sich als erster dagegen aus, dass der Aufstellung eines Bebauungsplans sofort zugestimmt werde. Er rechnete vor, dass die vorgesehenen 32 Bauparzellen auf der knapp zwei Hektar großen Fläche mit bis zu 64 Wohneinheiten und 192 Personen »ohne Hunde« bewohnt sein könnten. Deshalb plädierte Wallner dafür, erst einen Verkehrsplaner hinzuzuziehen, um ein mögliches Verkehrsproblem zu analysieren und sprach sich für Zurückstellung des Beschlussvorschlags aus.

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Die CSU-Fraktion war sich unisono einig, dass ein weiterer Aufschub des Verfahrens unsinnig sei, weil man in Chieming Wohnraum brauche und fördern wolle. Angelika Maier (Grüne) regte an, ein städtebauliches Gesamtkonzept in Planung zu geben, bevor man sich vorschnell ins Verfahren begebe.

Christian Fischer (CSU) war dafür, die Baugründe sukzessive durch die Gemeinde an bauwillige Bürger zu verteilen, und nicht auf einmal. Markus Brunner (UW) unterstützte Wallners Meinung und Elisabeth Heimbucher (Grüne) sprach sich für die Prüfung von verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten des Neubaugebiets aus, Bernhard Hecht (Grüne) versuchte, die gegensätzlich erscheinenden Argumente zu vereinen, indem er keinen Widerspruch sah, bereits jetzt der Änderung des Flächennutzungsplans zuzustimmen, da damit noch nicht die Möglichkeit der Detailvorgaben, beispielsweise bezüglich energetischer Sanierung, vertan sei.

Mit Verweis auf den Beschlussvorschlag, in dem ohnehin ein städtebaulicher Vertrag zwischen Grundstückseigentümern und Gemeinde vorgesehen ist, überzeugte Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) schließlich die Mehrheit des Gemeinderats davon, dass mit dem Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans noch alle Möglichkeiten der planerischen Gestaltung in Händen der Gemeinde liegen.

Der Antrag Wallners, vor Aufstellung eines Bebauungsplans eine Verkehrsuntersuchung zu beauftragen, wurde bei drei befürwortenden Stimmen von Wallner, Brunner und Siegfried Zenz (UW) gegenüber elf Gegenstimmen abgelehnt. Der Beschlussvorschlag zur Änderung des Flächennutzungsplans wurde schließlich mit 12:2 Stimmen angenommen; Wallner und Zenz stimmten dagegen. »Damit ist das Verfahren eröffnet, nun können wir mit einer gemeinsamen Ideensammlung beginnen«, fasste Reichelt zusammen.

Bauanträgen zugestimmt

Dem Bauantrag zum Anbau eines Wintergartens auf dem Grundstück Am Alten Tor 6a mit einer Grundfläche von 22 Quadratmetern wurde ebenso einhellig zugestimmt wie zwei Genehmigungsfreistellungsverfahren. Zum einen wurde die Nutzungsänderung einer Garage in einen Friseursalon auf dem Grundstück Am Alten Tor 7 gebilligt, zum anderen die Nutzungsänderung von einem Dorfladen in eine Wohnung und der Erweiterung des Heizraums auf dem Grundstück Laimgruber Straße 2.

Ohne Beschlussfassung durch den Gemeinderat wurde zwei verfahrensfreien Bauvorhaben die Zustimmung erteilt: zum einen dem Antrag zum Anbau eines Carports an das Wohnhaus auf dem Grundstück Stötthamer Straße 37, zum anderen dem Antrag zur Errichtung eines Carports an die Garage auf dem Grundstück Pfaffinger Straße 1. az


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