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Wirt will Übernachtungen auf der Bründling-Alm anbieten

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Übernachtungsmöglichkeiten auf der Bründling-Alm will der Pächter schaffen. (Foto: Pültz)

Bergen – Übernachtungsmöglichkeiten anbieten will der Pächter der Bründling-Alm am Hochfelln. Sechs Zimmer mit insgesamt zwölf Betten möchte er schaffen. Aus dem Rathaus in Bergen kommt Zustimmung: Einhellig hat der Gemeinderat den Antrag auf Nutzungsänderung der Räume im Obergeschoß befürwortet. Das letzte Wort hat nun das Landratsamt.


Der Hochfelln ist ein beliebtes Ausflugsziel. In großer Zahl gehen Wanderer und fahren Mountainbiker auf den Forststraßen und Wegen. Doch alle zusammen müssen am Abend wieder zurück ins Tal. Übernachtungsmöglichkeit auf und am Hochfelln gibt es nicht – was sich jetzt ändert, wenn der Pächter der Bründling-Alm vom Landratsamt die Genehmigung zur beabsichtigten Umnutzung erhält.

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Die Pläne kamen in der jüngsten Gemeinderatssitzung zur Sprache, die – wegen der Corona-Krise und des mit ihr einhergehende Gebots, Abstand zu halten – wiederum nicht im Rathaus, sondern im Festsaal stattfand. Der Pächter will sechs Zimmer einrichten: zwei für jeweils nur einen Übernachtungsgast zwei für zwei und zwei für drei. Bürgermeister Stefan Schneider (Grüne Liste Bergen) erläuterte, dass im vorletzten Jahr der Pächter gewechselt habe. Schneiders Angaben zufolge hatte der Wirt, der bis dato den Betrieb auf der Alm geleitet hatte, Zimmer vermietet. Das Angebot seinerzeit sei genehmigt gewesen.

Der neue Pächter habe dann zunächst, wie der Bürgermeister weiter ausführte, keine Übernachtungen angeboten. Dann aber habe er feststellen müssen, dass die Bewirtschaftung ein »ganz mühsames Geschäft« sei. Und so habe er schließlich den Entschluss gefasst, an die frühere Tradition anzuknüpfen und wieder auf der Alm Übernachtungen anzubieten.

Zu beachten hat der Wirt die Vorgaben für den Brandschutz. Diesen Vorschriften will er – wie der Bürgermeister die Planungen in der Gemeinderatssitzung ausführte – mit dem Bau einer Leiter außen an der Hauswand gerecht werden, die dann als zweiter Fluchtweg – neben jenem innen in der Alm – gilt.

Die Pläne für die Umnutzung der Räume im ersten Geschoß und die Wiederaufnahme des Übernachtungsbetriebs in der Bründling-Alm stießen im Gemeinderat auf ungeteilte Zustimmung. Schneider sagte, dass die Alm in früheren Zeiten immer eine Gastwirtschaft mit Übernachtungsmöglichkeiten gewesen sei. Dem Wirt sei die Möglichkeit zu geben, dass er auch über diesen Weg zu Einnahmen kommt.

Klaus Frank (Grüne Liste Bergen) begrüßte die Planungen, weil sie »gut für den Tourismus« in Bergen seien. Übernachtungsmöglichkeiten auf der Bründling-Alm seien ein zusätzliches Angebot. Auch Sabine Babl (ebenfalls Grüne Liste Bergen) stellte sich hinter die Planungen – und Annemarie Funke (CSU) fand sie vor allem deshalb gut, weil nun der Brandschutz geregelt werde.

Keine Einwände gegen Pläne in Adelholzen

Neben der geplanten Nutzungsänderung auf der Bündling-Alm behandelte der Gemeinderat auch noch andere Bauvorhaben. Unter anderem ebnete das Gremium den Adelholzener Alpenquellen den Weg, die auf ihrem Gelände Lkw-Stellplätze und Lagerplatz schaffen wollen. Der weit überwiegende Teil liegt im Gebiet der Gemeinde Siegsdorf, die die Pläne des Unternehmens bereits befürwortet hat. Nur ein kleiner Teil des Geländes, das der Betrieb nun umgestalten möchte, liegt im Gemeindegebiet Bergen. Der Rat beschloss mit großer Mehrheit, die notwendige Verfahren einzuleiten: Änderungen des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans.

Einstimmig befürwortetd der Rat einen Tekturplan. Ein Bauwerber möchte eine Garage auf einem Grundstück an der Engelsteinstraße verändern – das Gremium gab grünes Licht. pü


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