Neugestaltung des Bergener Friedhofs beraten

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In einigen Jahren sind die Urnenerdgräber und die fünf Urnenwände in Bergen belegt. Eine Neugestaltung des Friedhofs mit weiteren Urnenwänden und -gräbern soll rechtzeitig Abhilfe schaffen. (Foto: Humm)

Bergen – Eine künftige Neugestaltung des Bergener Friedhofs stand im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Bergen. Sie fand erneut im Festsaal statt. Zunächst soll ein Arbeitskreis gebildet werden, der mögliche Gestaltungskonzepte erarbeiten soll.


Bürgermeister Stefan Schneider (Grüne) ging zunächst auf Sanierungsmaßnahmen auf dem Friedhof ein und berichtete vom neuen Anstrich der Aussegnungshalle und zwei Urnenwänden. Er würdigte das Engagement von Friedhofswärterin Manuela Hummel.

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Eine Neugestaltung des Friedhofs werde notwendig, da die Kapazitäten in einigen Jahren ausgeschöpft sein werden und es neuer Urnenerdgräber und Urnenwände bedarf. Die Nachfrage nach Erdgräbern lasse immer mehr nach und der Wunsch nach Urnenbestattungen nehme jährlich zu, begründete Schneider die Umgestaltungspläne. Er regte zudem an, neue Urnengräber und Urnenwände näher an der Aussegnungshalle zu positionieren. Ältere Menschen möchten oder könnten nur noch kürzere Wege gehen.

Auch das Kiesfeld im Fiedhof sollte laut Schneider besser genutzt werden. Es könnte beispielsweise durch verschiedenen Pflanzen wesentlich verschönert werden.

Schneider und einige Räte sprachen sich bei der Neugestaltung dafür aus, den Gartenbauverein mit einzubinden. Auch wurde angeregt, Bäume zu pflanzen. Anton Rechenmacher (CSU) wünscht sich, dass Gestaltungsentwürfe erstellt werden, die auch die nötige Erweiterung der Parkplätze beinhalten.

Josef Gehmacher (CSU) wollte wissen, wie es in dieser Sache weiter geht. Bürgermeister Schneider regte an, einen Arbeitskreis zu bilden, an dem auch die Bürger teilnehmen und der Gemeindeverwaltung Vorschläge machen könnten. »Die Einbindung der Bürger ist mir sehr wichtig«, so Schneider.

Geschäftsleiter Andreas Schultes zeigte dem Rat verschiedene Formen von Urnenwänden aus der benachbarten Gemeinde Siegsdorf. Zudem kündigte er an, dass nach der Neugestaltung auch die Friedhofssatzung überarbeitet und die Gebührenkalkulation neu erstellt werden müssten.

Einstimmig genehmigt hat der Gemeinderat nach der Diskussion über den Friedhof noch einen Antrag auf Vorbescheid für eine Nutzungsänderung und den Umbau eines Gastronomiebetriebs in ein Wohnhaus mit sechs Wohneinheiten samt Carports und Garagen an der Hochfellnstraße. Ebenfalls einstimmiges Einvernehmen gab es für den Antrag auf Vorbescheid zum Bau einer Stütz- und Unterfangungsmauer für zwei Anwesen an der Maxhüttenstraße. Touristikleiter Wolfgang Helldobler teilte mit, dass ab sofort die Hochfelln-Seilbahn wieder in Betrieb ist, vorausgesetzt das Wetter passt. Das Bergener Schwimmbad wird am kommenden Freitag öffnen, ergänzte Schneider.

OH