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Nach langer Zwangspause öffnet das Museum Maxhütte nun wieder. Morgen ist der große Tag.

Museum Maxhütte öffnet wieder seine Tore

Bergen – Es ist soweit: Nach einer längeren Zwangspause, bedingt durch einen Schneeschaden vor drei Jahren und die Corona-Beschränkungen 2020 und 2021, gehen die Türen des Museums Maxhütte wieder auf. Am morgigen Samstag von 10 bis 16 Uhr ist die Ausstellung über das frühere staatliche Hüttenwerk, das von 1562 bis 1932 Eisen erzeugte und verarbeitete, wieder zu sehen. Anlässlich der Wiedereröffnung bietet der Förderverein den ganzen Tag Kaffee und Kuchen. Ziachspieler sorgen für eine musikalische Umrahmung des »Feiertags«.


Allen Grund zu feiern haben die Gemeinde und der Förderverein, die das Museum gemeinsam mit Leben füllen. Die Kommune stellt das Gebäude zur Verfügung, die Heimatforscher kümmern sich um die Ausstellung. Über drei Jahre lang war nichts gegangen, das Museum geschlossen – jetzt ist diese lange, triste Zeit vorbei.

Eine Hiobsbotschaft hatte Anfang 2019 für lange Gesichter gesorgt: Der Winter hinterließ deutliche Spuren, Schneemassen, die sich gehäuft hatten, beschädigten die Dächer. Die Kosten der Reparatur schätzte die Gemeinde Bergen damals auf über 300 000 Euro.

Den Schaden zu beheben war für die Gemeinde alsdann alles andere als ein leichtes Unterfangen. Allein schon die hohen Ausgaben waren zu stemmen – von der kleinen Kommune, die keinen großen Geldbeutel besitzt. Und dann mussten sie schließlich erst einmal Handwerker finden, die die Arbeiten in ihrem Auftrag ausführen – in Zeiten des Baubooms, der den Betrieben stets volle Auftragsbücher bescherte. Kurzum: Die Reparatur dauerte eine Weile – was jedoch unterm Strich nicht weiter zu Buche schlug. Schließlich ließ die Pandemie, die zwischenzeitlich auftrat, ohnehin keinen großen Spielraum für den Besuch von Ausstellungen.

Der Förderverein Maxhütte nutzte die lange Schließzeit, um die eine oder andere Veränderung im Museum vorzunehmen. So wird der Besucher nun nach Angaben von Vorsitzendem Dr. Felix Egloff die Wände mit Bildern, die am Eingang standen, nicht mehr vorfinden. »Wir haben sie herausgenommen«, sagt der Vorsitzende. Der Verein wolle die Führungen anpassen – was also bedeutet, dass er Verbesserungen vornehmen will und sich in diesem Sinne dazu angehalten gesehen hat, auf die Wände zu verzichten.

»Wir haben die Beschriftungen ergänzt«, sagt Egloff weiter. Ein bisschen mehr Informationen, etwas mehr Aufklärung – diesen Weg habe der Verein jetzt eingeschlagen. Vor 20 Jahren sei noch ein »minimalistischer Ansatz« gepflegt worden, heute hingegen gehe man wieder dazu über, mehr zu schreiben.

Auch in Zukunft will der Förderverein weiter an seinem Ausstellungskonzept feilen. Im Bestreben, das Museum noch stärker ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu rücken, sieht Egloff nicht zuletzt auch und gerade eine Aufgabe: Er wünscht sich einen engen Schulterschluss mit dem Bergbaumuseum Achthal.

Dieser Ansatz kommt keineswegs von ungefähr, sondern hat vielmehr einen historischen Hintergrund. Der Erzabbau im Achthal war lebensnotwendig für die Eisenverhüttung in Bergen: Aus dem Achthal kamen die Rohstoffe, die die Maxhütte benötigte.

Saison von Mai bis Oktober

Das Museum Maxhütte ist von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet. Am morgigen Samstag gehen die Türen auf. Das Museum ist täglich – außer Montag – von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Ein besonderes Programm ist anlässlich der Wiedereröffnung am morgigen Samstag geboten. An diesem Tag ist der Eintritt frei und es werden kostenlose Führungen durch das Ensemble Maxhütte angeboten. Am Eröffnungstag werden die Gäste zu den gewohnten Öffnungszeiten mit Kaffee und Kuchen, Brezen und Musik verwöhnt.