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Bei der symbolischen Übergabe der Verantwortung für die Holzhack-Gemeinschaft Holzhausen-Vachendorf (von links): der scheidende Vorsitzende Hans Schröder, sein Nachfolger Martin Stein und Maschinenwart Georg Steiner. (Foto: Krammer)

Holzhackgemeinschaft: Hans Schröder übergibt nach 28 Jahren Verantwortung

Bergen – Nach 28 Jahren an der Spitze der Holzhackgemeinschaft Holzhausen-Vachendorf übergab Vorsitzender Hans Schröder die Verantwortung der Zweckgemeinschaft nun in jüngere Hände. Mit Martin Stein aus Grabenstätt konnte ein kompetenter junger Nachfolger gefunden werden, der weiterhin von dem erfahrenen Maschinenwart, Schriftführer und Kassier Georg Steiner unterstützt wird. Als Beisitzer wählten die Mitglieder für die angeschlossenen Gemeinden Bergen, Siegsdorf und Vachendorf Sepp Heindl, Sepp Krammer und Alfred Gehmacher, Kassenprüfer bleiben Erich Wagnerberger und Hans Geserer.


Der langjährige Vorsitzende Hans Schröder erinnerte zu Beginn der Zusammenkunft im Gasthof Alpenblick in Holzhausen dankbar an die verstorbenen Mitglieder der Gemeinschaft, die 1962 durch das Engagement von Franz Schmid aus Höring ins Leben gerufen worden war. Schmid führte die Gemeinschaft bis 1994, ehe er die Verantwortung an Hans Schröder übergab. Begleitet wurde Schmid über viele Jahre von Pionieren wie Sepp Wimmer, der in den Anfangszeiten noch bei jedem Geräte-Einsatz persönlich als Maschinenbetreuer und »Einschieber« dabei war.

Von den derzeit 76 Mitgliedern der Gemeinschaft nutzten in den vergangenen Jahren den gemeinsamen Buschholz-Häcksler nur etwa 20 bis 25 Mitglieder pro Jahr für die Aufarbeitung meist kleinerer Mengen Hackgut. Es wäre also durchaus noch Potenzial für Neumitglieder vorhanden, so Schröder. Der Häcksler steht ausschließlich den Mitgliedern zur Verfügung und wird nicht an Dritte ausgeliehen. Schröder appellierte an die Nutzer, das Gerät beim »Grobhacken mit schweren Traktoren« nicht zu überlasten und beim Transport auch das vorgeschriebe »Folgekennzeichen« für die Maschine zu benutzen.

Der scheidende Vorsitzende erinnerte auch daran, eventuell die Vereinsstatuten zu überarbeiten, um sie dem aktuellen Rechtsstand und den derzeitigen Ausleih-Sätzen anzupassen. Die Versammlungen der Gemeinschaft finden, wie 2014 beschlossen, nicht mehr jährlich statt, sondern nur noch bei Bedarf, also wenn Maßnahmen oder Preisanpassungen zu beschließen sind. Maschinenwart Georg Steiner, bei dem der Häcksler seit zwei Jahren untergestellt ist, informierte über die wenigen Reparaturen der vergangenen Jahre, die alle von einer Überlastung durch zu starkes Hackgut in Verbindung mit schweren Traktoren verursacht waren.

Er zeigte sich aber mit dem derzeitigen Zustand des Häckslers durchaus zufrieden und legte der Versammlung die Kassenberichte der Jahre 2014 bis 2021 detailliert offen. Hans Schröder dankte ihm und attestierte der Gemeinschaft: »Der Georg ist mit seinem Wissen und seiner akribischen Arbeit wie ein Sechser im Lotto für uns«, was mit großem Applaus der Anwesenden bekräftigt wurde. Dieser Applaus wurde dann auch Hans Schröder zuteil, als er seinem Nachfolger Martin Stein nach 28 Jahren an der Spitze symbolisch die Betriebsunterlagen des Buschholz-Häcklers überreichte und ihm eine gute Führungshand und eine erfolgreiche Zukunft wünschte für die Holzhackgemeinschaft Holzhausen-Vachendorf.

FK