Wolf
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Foto: Lino Mirgeler/dpa

Gemeinderat für Wolfentnahme

Bergen – Das Thema »Wolf« ist in Bergen noch immer aktuell. Dafür sorgt Bergens Ortsbäuerin Monika Meitinger, die auch Gemeinderätin der Unabhängigen Wähler ist. Sie stellte in der Sitzung des Gemeinderats vor zwei Wochen den Antrag, dass der Vorfall von mehreren gerissenen Schafen durch einen umherziehenden Wolf in der jüngsten Gemeinderatssitzung behandelt wird. Diese Schafe gehörten dem Bergener Landwirt Stefan Rappl.


Dieser Antrag wurde einstimmig vom Gremium angenommen und stand nun als Tagesordnungspunkt auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Stefan Schneider (Grüne Liste Bergen) teilte in der Sitzung mit, dass Monika Meitinger (UW) in dieser Sitzung nicht anwesend sein kann.

Zwischenzeitlich habe Landrat Siegfried Walch (CSU) auf die Vorfälle schnell reagiert (wir berichteten), da auch in angrenzenden Landkreisen Berchtesgadener Land und Rosenheim Wolfrisse vorgekommen seien. Walch, der auch Vorsitzender der Forstberechtigten im Chiemgau ist, hat bei der Regierung von Oberbayern eine Wolfsentnahme beantragt. Dabei handelt es sich um die offizielle Erlaubnis, den Wolf durch Jäger schießen zu dürfen. Als Begründung hieß es, der Wolf tauchte vermehrt in besiedelten Gebieten auf und stellt eine Bedrohung der Landwirte und der Almwirtschaft mit ihren Tieren dar. Unterstützt wird der Antrag des Landrats von der Schafhaltervereinigung Traunstein und dem Bayerischen Bau᠆ernverband.

Auch der Gemeinderat Bergen sprach sich einstimmig für die Unterstützung des Antrags des Landrats aus und die Gemeinde Bergen wird dies schriftlich der Regierung von Oberbayern mitteilen. Bürgermeister Stefan Schneider und die anwesenden Räte bekundeten ihre Solidarität mit den Landwirten und Almen-Betreibern. Zudem sagte Josef Gehmacher (CSU), dass die Zahl an Wölfen stark zugenommen haben soll.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Änderung des Bebauungsplans »Holzhausen« im Bereich der Holzhausener Straße aus. Das Gremium stellte die Planabstimmung mit dem Bauwerber fest. Zudem ist das Gebäude an die öffentliche Wasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung anzuschließen, hieß es. Nachdem noch kleine Änderungen des Bebauungsplans »Bergen-Dorf« im Bereich des Heckenwegs vorzunehmen sind, sprach sich der Gemeinderat einstimmig für eine nochmalige öffentliche Auslegung aus.

Ohne Gegenstimme wurde der Antrag auf Umbau des bestehenden Ein- in ein Zweifamilienhaus mit Errichtung eines Wintergartens in der Gemarkung Holzhausen (Unteranger) genehmigt. Einstimmig zugestimmt wurde auch dem Antrag auf Einbau einer Wohneinheit in das bestehende Nebengebäude auf einem Grundstück in der Schlipfinger Straße.

Mehrheitlich abgelehnt wurde der Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung eines Carports auf einem Anwesen in der Bernhauptener Straße. Als Begründung wurde die Überschreitung der Grundflächenzahl (GRZ) und durch den Carport die Überschreitung der Baulinie genannt.

Beim Tagesordnungspunkt »Anfragen und Wünsche« sprachen Erika Sträter (SPD) und Sabine Babl (Grüne Liste Bergen) das Vorhaben der Adelholzener Alpenquellen zur beabsichtigten Erweiterung des Standorts an.

Die beiden Rätinnen berufen sich dabei auf einen Artikel im Traunsteiner Tagblatt vom 25. November 2021. So sollen nach ihren Worten neue Produktionshallen und ein Mitarbeiterpark᠆haus geplant sein. Bürgermeister Stefan Schneider sagte, bei diesem Artikel informierte das Unternehmen über das Vorhaben den Siegsdorfer Gemeinderat und die Getränkefirma wird auch den Bergener Gemeinderat auch noch, und zwar rechtzeitig, unterrichten.

OH