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Im Gemeindekindergarten soll bis Mitte September eine weitere Kinderkrippe eingerichtet werden. Die Kindergartengruppe zieht ins Obergeschoß, die Krippe wird ebenerdig installiert. (Foto: Eder)

Gemeindekindergarten Bergen: Neue Krippengruppe in Musikschulräumen

Bergen – Die im Gemeindekindergarten untergebrachten Musikschulräume müssen dem Bedarf an Kinderkrippenplätzen weichen. In der jüngsten Sitzung entschied sich der Gemeinderat einstimmig für eine Nutzungsänderung der Musikschulräume. Bürgermeister Stefan Schneider (Grüne Liste) informierte über die Umbauarbeiten.


Auch Bergen verzeichnet einen großen Bedarf an Kinderkrippenplätzen. Um der Nachfrage gerecht zu werden, habe man beschlossen, eine zusätzliche Krippengruppe zu schaffen, informierte der Rathauschef. Die Lösung sei, dass die Musikschulräume, die derzeit im Obergeschoß des Gemeindekindergartengebäudes untergebracht sind, für den Betrieb einer Kindergartengruppe ausgebaut werden. Die Löwengruppe, so Schneider, ziehe ins Obergeschoß und im Erdgeschoß werde die neue Krippengruppe eingerichtet.

Der Umbau halte sich in Grenzen. Laut Schneider müssen lediglich ein paar Wände weichen, eine kindgerechte WC-Anlage, ein Personal-WC eingebaut sowie eine Außentreppe installiert werden. Da es sich um einen Sonderbau handle, unterliege dieser dem strengen Brandschutz. »Wir gehen davon aus, dass der Umbau bis Mitte September zu schaffen ist«, sagte Schneider zuversichtlich. Zum Verbleib der Musikschulräume informierte er, dass im Schulhaus ein Raum hierfür vorhanden sei.

Nach dem Verbleib der sozialen Bürgerhilfe, die ebenfalls ein Büro im Kindergartengebäude betreibt, erkundigte sich Tobias Schwaiger (CSU). Schneider verwies auf die zwei Sozialräume im katholischen Kindergarten. Hier dürfe sich die Bürgerhilfe einen Raum aussuchen. Der Bürgermeister lobte die Arbeit der sozialen Bürgerhilfe, die der Gemeinde sehr viel Arbeit abnehme.

Ob mit dem Träger des kirchlichen Kindergartens hinsichtlich der Einrichtung einer Krippengruppe gesprochen wurde, interessierte Herbert Berger (ÜW). Der Umbau habe seiner Ansicht nach Auswirkungen auf Musikschule und Bürgerhilfe. Schneider berichtete, dass im katholischen Kindergarten keine Möglichkeit bestehe. Nach neuestem Stand seien die Kindergärten voll belegt. Zwei bis drei Kinder stünden noch auf der Warteliste.

»Ein großes Problem sind nicht die Räumlichkeiten, sondern der Mangel an pädagogischem Personal«, sagte Schneider. Er sei in permanentem Kontakt zum katholischen Kindergarten. So sei vor kurzem der Haushalt dieser Einrichtung vorgelegt worden. »Hier werde sehr gute Arbeit geleistet«, lobte er. Dem Antrag auf Nutzungsänderung wie auch der Befreiung von den Baugrenzen stimmte der Rat geschlossen zu.

tb