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Gebühren für die Mittagsbetreuung steigen

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Bergen – Die Gebühren für die Mittagsbetreuung in der Grund- und Mittelschule steigen. Einstimmig hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Festsaal Bergen für eine Erhöhung zum 1. September ausgesprochen.


Bürgermeister Stefan Schneider (Grüne) erläuterte, dass die letzte Anhebung im Jahr 2012 erfolgt sei. Die neuerliche Erhöhung falle mit zehn Prozent moderat aus. Das durchschnittliche Defizit habe in den vergangenen Jahren jeweils rund 11 000 Euro betragen. Die Mittagsbetreuung sei mit durchschnittlich 55 bis 60 Kindern gut besucht. Schneider kündigte die Überprüfung der wirtschaftlichen Situation alle zwei Jahre an.

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Die kurze Gruppe für die Zeit von 11 bis 14 Uhr kostet ab September monatlich 44 Euro (bisher 40 Euro), die lange Gruppe von 11 bis 15.30 Uhr dann 61 Euro (bisher 55 Euro). Es gibt auch weiterhin die Geschwisterermäßigung. Sie beträgt für die kurze Gruppe 22 Euro, für die lange Gruppe 30,50 Euro pro Geschwister.

Bergens Touristikleiter Wolfgang Helldobler erläuterte dem Gemeinderat sein Mobilitätskonzept. Er ging auf den Ist-Zustand, aber auch auf Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität und des Klimaschutzes ein. Er bedauerte, dass es vor allem an Wochenenden kaum ein Angebot für Busverbindungen nach Traunstein gebe. Auch eine Busverbindung nach Siegsdorf, Grabenstätt und Grassau fehle. Helldobler sprach sich dabei vor allem für eine Busverbindung nach Siegsdorf aus, er wünschte sich bessere Verbindungen an den Wochenenden. In Bergen sei eine Achse vom Bahnhof zur Hochfelln-Seilbahn wichtig.

Helldobler informierte über die Zusammenarbeit mit einer Firma in Chieming, die E-Roller anbietet. In Sachen »Mitfahrbankerl« arbeite Bergen mit Siegsdorf zusammen. Helldobler sprach sich für den Ausbau der Radinfrastruktur aus. Er erwähnte die Beschilderung für das Mountainbike-Netz und bezeichnete das Carsharing-Angebot als zukunftsweisend.

Der Redner stellte die geplanten elf örtlichen Standorte der »Mitfahrerbankerl« in Bergen vor. Zum Teil stehen sie dort schon, zum Teil werden sie noch aufgestellt.

Zum Ausbau der Radinfrastruktur sprach Helldobler das dazugehörige Förderprogramm »Klimaschutz durch Radverkehr« an. Er erwähnte das Vorhaben zur gesicherten Unterbringung geparkter Fahrräder an verschiedenen Standorten.

Der Vortragende unterrichtete den Gemeinderat über das Leader-Projekt »Best for Handbike«. Er stellte das Förderprogramm »Stadt und Land« vor, das zur Weiterentwicklung des Radfahrens vor Ort gedacht ist. Helldobler beendete seinen Vortrag mit dem Satz: »Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.«

Das Gremium sprach sich einstimmig für den Neuerlass der Verordnung über die Reinhaltung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter aus.

Mit einer Gegenstimme befürwortete der Gemeinderat einen Bauantrag zur Errichtung eines Milchviehlauf- und Jungviehstalls mit Heu- und Strohlager auf einem Grundstück an der Siegsdorfer Straße in Bergen.

OH


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