»Es sind viele neue Artikel und Geschichten drin«

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Das Werk ist vollbracht: Ein neues Heimatbuch – das Titelbild zeigt Bergen und den Hochfelln – gibt die Gemeinde heraus. (Foto: Gemeinde Bergen)
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Dr. Kristian Krammer (unser Foto) und Dr. Christian Soika hatten die Federführung bei der Neuauflage des Heimatbuches. (Foto: Pültz)

Bergen – Was lange währt, wird endlich gut. Nach acht Jahren Arbeit haben Dr. Kristian Krammer und Dr. Christian Soika das Werk vollbracht: Das neue Heimatbuch Bergen ist fertig.


Krammer und Soika wie auch viele weitere Autoren befassen sich mit vielen Themen, die von der Entstehung der Landschaft und der frühen Besiedlung über die Geschichte und die Wirtschaft, das Vereinsleben, den Tourismus und die Kultur bis zur Infrastruktur und zur Kirche reichen. Gegliedert sind die einzelnen Beiträge in 13 Kapitel. Herausgeber des Buches ist die Gemeinde.

»Der Druck läuft«, sagt Dr. Krammer im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Er freut sich, dass die jahrelange Arbeit nun abgeschlossen ist. Ab Donnerstag, 17. Dezember, sei das Werk erhältlich. Das neue Heimatbuch sei über 600 Seiten stark und damit fast doppelt so dick wie das alte, das auf 350 Seiten kam.

Allein schon der nun viel größere Umfang lässt erahnen, dass sich Krammer und Soika viel Arbeit gemacht haben – und dass sie ganz tief in der Geschichte des Ortes gegraben und Erkenntnisse zutage gefördert haben, die bislang noch auf ihre Entdeckung gewartet hatten.

Und so sagt Kristian Krammer dann auch im Vergleich zum alten Buch über das neue: »Es sind viele neue Artikel und Geschichten drin.« Die Grundlage bot das 1995 erschienene Heimatbuch der Gemeinde Bergen von Dr. Christian Soika. In den letzten acht Jahren bewältigten Krammer und Soika die Mammutaufgabe, die Ausführungen auf den aktuellen Stand zu bringen.

Unter der Federführung von Krammer und Soika, unterstützt von Gastautoren, entstand eine zweite Auflage, die nun als Nachschlagewerk dient sowie vor allem das Bewusstsein für den Ort Bergen weckt und schärft.

In seinem Vorwort erwähnt Bürgermeister Stefan Schneider besonders den vor kurzem verstorbenen Ortsheimatpfleger Sigmund Gehmacher, der mit seinem großen Wissen in vielen Gesprächen beratend zur Seite gestanden sei. Auch würdigt Schneider seinen Vorgänger Bernd Gietl. Der Altbürgermeister habe bereits in seiner Amtszeit damit begonnen, so Schneider, die Autoren und Vereinsvorstände zu bitten, ihre Artikel nach über zwei Jahrzehnten auf den neuesten Stand zu bringen.

Ein großer Teil des neuen Buchs beschäftigt sich mit bedeutenden und bekannten Persönlichkeiten, Künstlern und Schriftstellern, die in Bergen gewirkt haben. Im Brennpunkt steht unter anderem der 1915 in Bergen geborene, weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Volksmusiker Wastl Fanderl.

Ein weiterer großer Themenblock beschäftigt sich mit der Hochfelln-Seilbahn, die im nächsten Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, und mit dem Hausberg von Bergen, dem Hochfelln. Eingegangen wird besonders auf die Geschichte und Geschichten rund um den Berg. Vom Fellnerfest über den Bau der Taborkirche und des Hochfellnhauses wird jede Menge Wissenswertes erzählt.

Auch die Maxhütte Bergen und deren wechselvolle Geschichte – ihre Entwicklung vom Eisenhüttenwerk (1562 bis 1932) bis zum Museum – finden in dem Buch ihren Platz. Über 100 Seiten sind den vielen Ortsvereinen und Interessengemeinschaften in Bergen gewidmet.