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Elf Stimmen waren entscheidend

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Der unterlegene Grünen-Kandidat Stefan Schneider gratulierte dem SPD-Kandidaten Josef Schweiger (rechts) zur Wahl zum neuen Bergener Bürgermeister. (Foto: Wolf)

Bergen. Der SPD-Kandidat Josef Schweiger hat die Stichwahl in Bergen gewonnen. Er erreichte 50,3 Prozent der Wählerstimmen. Sein Konkurrent Stefan Schneider von den Grünen bekam 49,7 Prozent und damit elf Stimmen weniger. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,1 Prozent.


»Dass es um elf Stimmen gehen würde, damit hat keiner gerechnet«, so der Wahlsieger Schweiger. Die Sympathien seien in Bergen genau gleich verteilt gewesen. Schon vor der Stichwahl hatten beide Kandidaten es als Sensation bezeichnet, dass die konservativen Bewerber im ersten Wahlgang ausgeschieden waren. Denn seit 1972 regierten in Bergen CSU-Bürgermeister.

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Schweiger und Schneider hatten vor der Wahl erklärt, sie seien sich politisch in allen Punkten nahezu einig. Beide erwarteten deshalb eine Persönlichkeitswahl. Tatsächlich verpasste Stefan Schneider nur denkbar knapp den Sieg: »Ich bin traurig, aber wir werden jetzt zusammen mit der SPD versuchen, unsere Ziele zu realisieren«, so der Grünen-Kandidat. Auch die beiden bereits im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidaten, Josef Gehmacher von der CSU und Herbert Berger von der Überparteilichen Wählergruppe, gratulierten dem Gewinner.

Bei der Gemeinderatswahl hatte die CSU die meisten Stimmen bekommen. Allerdings waren auch hier die Verluste spürbar: CSU und Grüne besetzen jeweils fünf Sitze, und die ÜW/BBH und die SPD jeweils drei Sitze, sowie nun den Bürgermeisterposten. Für die SPD rückt Georg Steiner in den Gemeinderat nach.

Der neue Bergener Bürgermeister Josef Schweiger ist von einer guten Zusammenarbeit im Gemeinderat überzeugt: »Im Gemeinderat wird nicht nach Farbe entschieden, sondern nach dem gesunden Menschenverstand - das war schon immer so.« naw