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Bald Tempo 30 in ganz Bergen?

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Tempo-30-Zone
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Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Bergen – Die Gemeinde Bergen möchte in naher Zukunft ein Verkehrskonzept erstellen lassen. Das teilte Bürgermeister Stefan Schneider im Gemeinderat mit. Er begründete das Vorhaben mit dem zu schnellem Fahren durch den Ort. »Bürger aus Bergen sprechen mich immer wieder darauf an.«


Laut Schneider könnte die Maximal-Lösung die Einführung einer Tempo-30-Zone sein – inklusive der Verkehrsregelung »rechts vor links«. Der Bürgermeister hält eine solche Regelung für den gesamten Ort mit Ausnahme der Kreisstraße für sinnvoll. Er verwies dabei auf die positiven Auswirkungen in der Gemeinde Chieming. Die Begrenzung auf 30 km/h habe sich dort nach einer Eingewöhnungsphase zwischenzeitlich bewährt. Ziel der Gemeinde werde laut Schneider ein einheitliches Verfahren sein, das Klarheit und Sicherheit bringen werde.

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Angesprochen wurde auch die Kennzeichnung von verkehrsberuhigenden Maßnahmen auf den Straßen. Albert List (SPD) sprach sich für mehr »Blitzer« aus, Kathi Hallweger (Grüne) hält eine Tempo-30-Zonen-Regelung für den gesamten Ort für sinnvoll und zweiter Bürgermeister Herbert Berger (ÜW) meinte, dieses Thema müsse in der Bürgerversammlung am 8. November ausgiebig besprochen und diskutiert werden.

Die Achentalgemeinden wollen gemeinsam einen Fachangestellten für Medien und Informationsdienste mit Fachrichtung Archiv einstellen. Der Gemeinderat sollte dafür einer Zweckvereinbarung für die Einstellung zustimmen. Bürgermeister Schneider befürwortete die Einstellung, denn er hält die Archivierung für sehr wichtig. Laut Schneider werden die anderen Gemeinden des Ökomodells Achental der Einstellung zustimmen.

Wie der Bürgermeister weiter informierte, werde die Gemeinde Bergen den Arbeitsplatz stellen. Die Stelle ist auf 39 Stunden pro Stunden ausgerichtet und wird befristet auf zwei Jahre. Laut Schneider werde der Mitarbeiter für alle Gemeinden zuständig sein, die der Zweckvereinbarung zustimmen. Vor allem am Anfang wird die Arbeit sehr aufwändig sein. »So muss das Archivgut sortiert und umfassend erschlossen werden, digitalisiert und die Altregistratur verwaltet werden.« Der Gemeinderat sprach sich einvernehmlich für den Abschluss einer Zweckvereinbarung aus. Der Bürgermeister wurde beauftragt, diese zu vollziehen.

Behandelt wurde auch ein Antrag zum Beitritt zum Verein »Landmobile«. Dabei geht es um Elektromobilität, die Betreuung von Ladesäulen, die Hotline und das Abrechnungsverfahren durch den Verein. Der Gemeinderat sprach sich gegen einen Beitritt aus. Begründet wurde das damit, dass die Gemeinde sich selbst um die Angelegenheit kümmern möchte. Die Kosten für den Beitritt mit jährlichen Zahlungen könne man sich sparen, hieß es.

Das Gremium stimmte außerdem der Änderung des Bebauungsplans »Enthal-Bernhaupten« für ein Grundstück an der Schlipfinger Straße zu. Befürwortet wurde auch ein Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung einer Terrassenüberdachung für zwei Grundstücke am Tannenweg.

Beim Tagesordnungspunkt »Verschiedenes« machte der Bürgermeister noch eine erfreuliche Mitteilung: Für die beiden ausgemusterten Feuerwehrfahrzeuge wurde nach der Erstellung eines Wertgutachtens noch ein Verkaufspreis von insgesamt 44 000 Euro erzielt. OH