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Ampel wird immer wieder bei Rot überfahren

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Die Fußgängerampel an der Kirche soll das sichere Queren, besonders für die Schulkinder, garantieren. Die Ampel wird aber immer wieder missachtet und von Autofahrern bei Rot überfahren. (Foto: Peter)

Bergen – Vom Erlass der neuen Beitragssatzung für die Verbesserung und Erneuerung der Entwässerungseinrichtungen, der Kanalisation mit Kläranlage, seien alle betroffen, sagte Bergens Bürgermeister Stefan Schneider in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Jedoch müsse keiner Angst davor haben, dass die Beträge die Existenz bedrohen würden.


In den Abwassergebühren der Gemeinde sind auch die sogenannten Herstellungsgebühren für die Entwässerungsanlagen enthalten. Diese wurden laut Bürgermeister Schneider 1999 letztmalig erhöht. Doch durch die vielen Investitionen in den vergangenen Jahren und den zukünftig anstehenden Maßnahmen mussten die Herstellungs- und Verbesserungsbeiträge neu kalkuliert werden.

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Nach eingehenden Bewertungen und Beratungen hat sich der Gemeinderat nach kurzen Erläuterungen in der Sitzung einstimmig für die neue Beitragssatzung ausgesprochen. Für eine Neuerschließung wurden die Beträge geringfügig erhöht. Durch die Sanierung der Kläranlage sind rund 4,6 Millionen Euro an Investitionen angefallen. Davon werden laut der neuen Satzung zwei Millionen für die Finanzierung der Maßnahme als sogenannter Verbesserungsaufwand an die Eigentümer von Grundstücken und Wohnhäusern umgelegt. Bei einem klassischen Einfamilienhaus wird sich der einmalige Betrag zwischen 500 bis 1500 Euro belaufen. Jedoch müsse jeder Fall einzeln bewertet werden und jeder erhalte einen Bescheid, so der Bürgermeister. Die aktuelle Abwassergebühr von 56 Euro Grundbeitrag und die Kosten von 2,33 Euro für den Kubikmeter Abwasser blieben davon unberührt.

Die Anträge der Bauwerber am Sportplatz für eine weitere Wohneinheit mit Außentreppe und an der Auer Straße für einen Anbau für einen Automatenverkaufsstand von betrieblich erzeugten, landwirtschaftlichen Bioprodukten erhielten jeweils ein einstimmiges Votum. Einig war sich auch der Rat, dass es für eine Gerätehütte in der Bahnhofsstraße keine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans geben soll.

Auf der Tagesordnung stand auch die Behandlung des Prüfberichts der überörtlichen Rechnungsprüfung für den Zeitraum von 2008 bis 2014. Die nötigen Ausführungen und Erledigungsvermerke trug Kämmerer Peter Maier vor. Bürgermeister Schneider meinte, dass sich die Anmerkungen auf normale Abläufe bezogen hätten und die angesprochenen Punkte behandelt oder erledigt seien. Er fügte hinzu, dass eine Rechnungsprüfung für den Kämmerer und den Bürgermeister durchaus gut sei. Denn dadurch werde gezeigt, dass die Arbeit ordnungsgemäß sei, so Schneider.

Gemeinderat Dr. Kristian Krammer (Grüne Liste Bergen) führte an, dass die einzige Ampel in Bergen immer wieder bei Rot überfahren werde. Es komme zu besonders gefährlichen Situationen, wenn gerade Kinder in vermeintlicher Sicherheit die Straße querten. Dr. Kramer regte eine eventuelle Überwachung beziehungsweise Überprüfung des Verhaltens der Autofahrer an. Bürgermeister Schneider sagte zu, dass er sich der Problematik annehmen werde. MP