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Der Künstlerische Leiter Thomas Heißbauer, Präsident Hans Schinwald und der Intendant des Salzburger Landestheaters, Carl Philip von Maldeghem, stellten das Programm der Salzburger Kulturtage 2022/2023 vor. (Foto: Leo Neumayr) Foto: www.neumayr.cc

Salzburger Kulturtage feiern 50-Jahr-Jubiläum

Die Salzburger Kulturvereinigung feiert 2022 ein dreifaches Jubiläum. Vor 75 Jahren wurde die Kulturvereinigung gegründet, 60 Jahre hat das eigene Orchester seinen geschätzten Aktionsradius. Seit 50 Jahren finden jeweils im Oktober die Kulturtage statt.

Zum Jubiläum setzt die Salzburger Kulturvereinigung mit dem fast vierwöchigen Musikfestival vom 28. September bis 23. Oktober 2022 erneut ein Zeichen für die Vielfalt und den Qualitätsanspruch der jährlichen Kulturtage. Trotz diverser Schwierigkeiten möchten sich gerade in dieser Zeit die Veranstalter stark machen und weiterkämpfen, um auch künftig ihren Beitrag in Salzburg zu leisten und um aufzuzeigen, dass Kultur möglich ist. Das Festival für jedermann, für die Salzburger sowie für Anreisende aus den Nachbarregionen, bietet ein intensives Jubiläumsprogramm in großer Bandbreite mit namhaften Solisten.

Wiederaufnahme der Operntradition

Das 75-jährige Bestehen der Kulturvereinigung wird während der Kulturtage mit dem Jubiläumskonzert »75 Jahre Salzburger Kulturvereinigung« mit Werken von Mozart, Tschaikowsky und Bernstein gefeiert. Es dirigiert Yutaka Sado, Solist ist der Pianist Fazil Say. Im Jubiläumsjahr nehmen die Salzburger Kulturtage ihre langjährige Operntradition – nach mehreren opernlosen Jahren – wieder auf. In Kooperation mit dem Salzburger Landestheater kommt »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss zur Aufführung mit Leslie Suganandarajah am Pult, die Regie übernimmt Roland Schwab. Premiere ist am 1. Oktober mit vier Folgeaufführungen bis 23. Oktober.

Der österreichische Komponist Erich Wolfgang Korngold, Wunderkind in Wien und erfolgreicher Filmkomponist in Los Angeles, wird anlässlich seines 125. Geburtstags mit der Aufführung seines Violinkonzerts geehrt. Dazu kombiniert wird Musik von Antonín Dvorák, Leoš Janácek und Ralph Vaughan Williams. Die musikalische Leitung hat Dennis Russel Davies, Solist ist der Geiger Milan Pala. Gedacht wird außerdem des 80. Jahrestages der legendären Aufführung von Dmitri Schostakowitschs »Leningrader« im belagerten Leningrad im Zusammenhang mit den damaligen Opfern.

Jubiläumsrevue

Die Sonntagsmatinee »60 Jahre Orchester der Salzburger Kulturvereinigung« am 2. Oktober widmet sich Musik von Ludwig van Beethoven. Am Abend des Tages heißt es dann »Pasión Tango – The Story« mit Fritz Karl als Sprecher, Friederich Kleinhapl, Cello und Andreas Woyke, Klavier. »Philharmonix« besteht aus »The Vienna Berlin music club« mit renommierten Orchestersolisten der Wiener und Berliner Philharmoniker. »The Vienna Brass Connection« setzt sich aus 17 Blechbläsern und 3 Schlagwerkern zusammen und bringt mit »Open Minded« ein buntes Programm. Die fünfköpfige Herren-Gesangskapelle Herrmann bietet eine außergewöhnliche Jubiläumsrevue. Das »Musik:Kaleidoskop« mit einem Musikvortrag von Thomas Heißbauer befasst sich mit Strawinskys »Feuervogel«.

Ein besonderes Format ist »Klassik + Kulinarik«, wobei Roland Essl ein 4-Gänge- Menü kocht als Begleitservice zu Mozarts »Ein musikalischer Spaß«. Im Kavaliershaus Klessheim sorgt das Mozarteum Quartett für die Musik zu Roland Essls Kochkünsten. Den Gästen wird somit eine Art »gekochte Choreografie« zur Musik serviert.

Das Domkonzert bringt Joseph Haydns Harmoniemesse in B-Dur mit Domkapellmeister János Czifra und Domorganist Heribert Metzger. Zum Abschluss vom 19. bis 21. Oktober erklingt unter anderem Jean Sibelius‘ erste Symphonie unter der Leitung von Osmo Vänskä. Solist ist Nicolas Altstaedt mit Violoncello-Konzerten von Robert Schumann und William Walton. Gastorchester sind neben dem heimischen Orchester der Kulturvereinigung das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, die Filharmonie Brno und das Seoul Philharmonic Orchestra. Spielorte sind das Große Festspielhaus, die Felsenreitschule, das Haus für Mozart, die Große Universitätsaula, die SZENE Salzburg, der Dom, das Kavaliershaus Klessheim und das Trakl Haus.

Alle Veranstaltungen sind ab sofort buchbar. Für alle Konzertbesucher unter 27 Jahren kostet eine Eintrittskarte 13 Euro. Als Neuheit gibt es zwei Kulturtage-Abos mit der Auswahl zwischen drei und fünf Veranstaltungen. Informationen gibt es online unter www.kulturvereinigung.com.

Elisabeth Aumiller

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