Neuer Leiter für die Salzburger Mozart-Museen

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Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg (links) und Geschäftsführer Rainer Heneis (rechts) freuen sich über den künftigen Leiter der Mozart-Museen, Linus Klumpner. (Foto: Lienbacher/Stiftung Mozarteum)

Neue Leitung für die Mozart-Museen: Linus Klumpner wechselt aus dem Außenministerium in Wien nach Salzburg und übernimmt die Führung von Mozarts Geburtshaus und dem Mozart-Wohnhaus.

Die beiden Mozart-Museen der Stiftung Mozarteum Salzburg gehören mit jährlich durchschnittlich 550 000 Besuchern aus aller Welt zu den wichtigsten (Tourismus-)Attraktionen rund um eine kulturhistorische Persönlichkeit in Österreich. In den originalen Räumlichkeiten dieser beiden Häuser wird der unvergleichliche Künstler und Mensch Wolfgang Amadé Mozart spürbar und begreifbar.

Mozarts Geburtshaus und das Mozart-Wohnhaus sind mehr als zwei weltweit bekannte Gedenkstätten für das größte Musikgenie aller Zeiten, hier sind die einzigartigen, originalen Dokumente, Bildnisse, Instrumente und andere Kleinode von Mozart und seiner Familie öffentlich zugänglich. Den Mozartschen Geist, den diese beiden Häuser atmen, gilt es nun in zeitgenössischer, moderner Form adäquat zu vermitteln.

Mit Linus Klumpner hat die Stiftung Mozarteum nach intensiver Suche die geeignete Leitung gefunden, die Mozart-Museen weiterzuentwickeln, um den Anforderungen an eine zeitgemäße Vermittlung vor dem Hintergrund der Digitalisierung gerecht zu werden. Im Januar 2022 wird der gebürtige Salzburger die Herausforderung übernehmen, die touristischen Hotspots Salzburgs auch nach der Corona-Zeit als zeitgemäße Museen für Einheimische und Gäste aus aller Welt mit neuen Ausstellungsideen und Zugängen, insbesondere auch für jüngere Zielgruppen, voranzutreiben. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit wird die Erstellung internationaler Ausstellungskonzepte sein, um Mozarts Werk und Leben der Welt im Rahmen der Aktivitäten der Stiftung zugänglich zu machen.

»Mit Linus Klumpner haben wir die geeignete Persönlichkeit gefunden, um den Anforderungen einer modernen Vermittlung von einem der größten musikalischen Genies gerecht zu werden. Frische, mutige Ideen, Kreativität, Knowhow, Enthusiasmus und Unkonventionalität ganz im Geiste Mozarts sind gefragt. Wir freuen uns auf einen spannenden Weg in eine neue Ära der Mozart-Museen«, so Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg.

Linus Klumpner freut sich, die Leitung der Mozart-Museen zu übernehmen: »Mozarts Geburtshaus und Wohnhaus sind für mich integrativer Bestandteil der Stiftung Mozarteum und somit stets am Puls der Zeit. Diese beiden Museen eröffnen die Möglichkeit, eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen und Zeitgenössisches zu integrieren. Die Mozart-Museen sollen sich dabei künftig nicht nur den klassischen musealen Aufgaben widmen. Diese Häuser bieten die einmalige Möglichkeit, Emotionen zu wecken und eine Vielzahl an kunst- und kulturhistorischen Themenkomplexen zu beleuchten. An diesen Orten gilt es, Besucherinnen und Besucher aus Salzburg, Österreich und der ganzen Welt zu begeistern. Aufgabe ist es, das außergewöhnliche Wesen von Wolfgang Amadé Mozart auf interdisziplinären Wegen zu reflektieren, diese historische Persönlichkeit als Intellektuellen, Kreativen, Visionär und Philanthropen zu würdigen und Impulse für die Zukunft zu setzen.«

Linus Klumpner studierte Kunstgeschichte an der Paris Lodron Universität Salzburg sowie an der privaten Duke University in den Vereinigten Staaten. Nach Stationen in den Mozart-Museen der Stiftung Mozarteum, den Kunstsammlungen der Erzabtei St. Peter und dem DomQuartier in Salzburg führte ihn sein beruflicher Weg nach Wien. Von 2014 bis 2017 wirkte er an der Österreichischen Galerie Belvedere, wo er als Executive Assistant für die kuratorischen Agenden der Generaldirektion verantwortlich war, bis 2018 arbeitete er als Kunsthistoriker und Projektleiter bei der Heidi Horten Collection. Zuletzt war er als kulturpolitischer Berater der Regierung in Wien tätig, wo er die internationalen Kulturangelegenheiten betreute.

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