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Kunstwerke aus dem Wohrizek-Nachlass in Prien

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Eine Skulptur von Walther Wohrizek und ein Gemälde von Liesbeth Wohrizek erweitern Dank Schenkung die Priener Sammlung: Die Priener Kulturreferentin Karina Dingler (von links), der Vorsitzende des Kulturfördervereins, Dr. Friedrich von Daumiller, und die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH, Andrea Hübner, nehmen die beiden Kunstwerke von Nachlassverwalter und Galerist Guido Wichmann entgegen. (Foto: Berger)

Vielstimmigkeit und Gegensätzlichkeit prägen das Spektrum der Priener Kunstsammlung, die kontinuierlich erweitert wird.

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Der von der Marktgemeinde Prien und dem Kulturförderverein Prien am Chiemsee (Kfv) verwaltete, künstlerische Bestand dient der Galerie im Alten Rathaus und der Dauerausstellung im KronastHaus als reicher Fundus, aus dem für wechselnde Ausstellungszusammenhänge geschöpft werden kann. Seit März 2021 bereichern zwei weitere Werke den Kunstbesitz der Seegemeinde: Galerist Guido Wichmann als Nachlassverwalter des Künstlerpaars Walther und Liesbeth Wohrizek hatte zuvor mit der Tochter des Künstlerehepaars die Skulptur »Pferdekopf« und ein ab-straktes Ölgemälde ohne Titel von 2012 aus dem umfangreichen künstlerischen Vermächtnis ausgewählt und per Schenkung der Priener Sammlung übereignet.

Bei der Übergabe in der Galerie im Alten Rathaus zeigten sich die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH, Andrea Hübner, und der Vorsitzende des Kulturfördervereins, Dr. Friedrich von Daumiller, begeistert, die beiden Werke in wechselnden Themenkomplexen der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Walther Wohrizek (geboren 1923) lebte gemeinsam mit seiner Frau Liesbeth bis zu seinem Tod 2004 in einem Bauernhof bei Obing. Seine klassisch-moderne Formsprache nahm ihren Anfang 1946 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Er zählt hierzulande zu den Mitbegründern der Kunstszene nach dem zweiten Weltkrieg und ist einer der bedeutendsten Bildhauer der Region.

Liesbeth Wohrizek (1936 in Troppau geboren, gestorben 2015) studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1962 erhielt sie ein einjähriges Stipendium an der Royal Academy in London und heiratete ein Jahr später den Bildhauer Wohrizek. Anschließend beendete sie ihr Kunststudium bei Marc Zimmermann in München und war seit 1972 als freischaffende Künstlerin tätig. Mit ihren Arbeiten war die Malerin im Haus der Kunst in München, in London, Amsterdam sowie in den USA, Österreich und Slowenien vertreten. »Neben den großformatigen und gegenstandslosen Gemälden gestaltete die Künstlerin unzählige Kreuzgänge, Kreuzwege, Kirchenfenster, Altäre, Glas- und Mosaikarbeiten in den verschiedensten Kirchen«, weiß die Priener Kulturreferentin Karina Dingler bei dem Zusammentreffen in den Ausstellungsräumen zu berichten.

Die derzeitige Jubiläumsausstellung »Im Licht – 75 Jahre Kunstausstellung in Prien. 1945 bis 2020« zeigt bereits sechs Leihgaben aus dem Nachlass der Wohrizeks, die zusätzlich zu den beiden Neuzugängen bis einschließlich Sonntag, 6. Juni 2021, betrachtet werden können. Ab einem Inzidenzwert unter 100 hat die Galerie im Alten Rathaus freitags bis montags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Kunstinteressierte können dann vorab einen persönlichen Termin bei der Kuratorin Inge Fricke unter ingridfricke@t-online.de vereinbaren. Sinken die Zahlen der Neuinfektionen im Landkreis Rosenheim unter 50, ist eine Voranmeldung nicht mehr nötig. Aktuelle Informationen gibt es online unter www.galerie-prien.de sowie im Tourismusbüro Prien unter Telefon 08051/69050.

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