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Kunst schaffen - Kunst sehen - Kunst leben

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Stefan Wimmer, Susanna Tansley und OB Herbert Lackner beim Pressegespräch zum Rückblick 2019 und Ausblick auf 2020. (Foto: Aumilller)

Bei der Kunst Akademie Bad Reichenhall zogen Akademiedirektor Stefan Wimmer und die 1. Vorsitzende des AkademieKlubs e.V., Susanne Tansley, Bilanz über die Aktivitäten des Jahres 2019 und gaben eine Vorschau auf 2020.


»Kunst schaffen.Kunst sehen.Kunst leben.« heißt der Dreiklang für das kommende Jahr, mit dem sich die Akademie in unterschiedlicher Umsetzung identifiziert. Das neue, reich bebilderte Programmbuch 2020, aus Umweltpapier mit dem farbenfrohen Cover, das einen Ausschnitt vom Dach der Salinenkapelle zeigt, gibt auf 228 Seiten Auskunft über alle wissenswerten Akademie-Aktivitäten im Jahr 2020.

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Zum Auftakt sprach OB Dr. Herbert Lackner von den neuen Akzenten und der guten Entwicklung, die Stefan Wimmer für die Akademie erzielte. Es sei nicht nur eine Einrichtung, die sich um die schönen Künste kümmert, sondern immer auch ein touristischer Faktor für die Stadt mit dem Großteil der Gäste aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wichtiges Ziel sei dennoch, dass sich die Bürgerschaft vor Ort mit der Akademie verbunden fühle.

Fünf Prozent mehr Teilnehmer gegenüber 2018 nannte Wimmer eine erfreuliche Erfolgsbilanz an quantitativer und qualitativer Steigerung des Kursangebots. Die 141 Kurse des auslaufenden Jahrs werden 2020 auf 150 Kurse erweitert. Den drei erfolgreichen Sonderprojekten aus Podiumsgesprächen mit aktuellem Themenbezug, »pop up studio«, »creativeALPS-academy« folgen im nächsten Jahr die beiden letztgenannten Aktionen in sechs Spezialprojekten. Die zehn diesjährigen Ausstellungen werden 2020 auf acht Ausstellungen zurückgefahren. Erneut gehen 12 Filmabende ins Angebot und die erfolgreiche Gesprächsreihe »Resonanz« wird ebenfalls fortgesetzt. Eine neue Homepage wird es geben und neue Vertriebspartner.

Zum Thema »Kunst schaffen!« fügen sich neu zum Kreise der Dozenten für die Meisterkurse die »künstlerischen Schwergewichte« Bernd Zimmer, der sogenannte »Wilde« der 80er-Jahre, »heute ein echter Maler«, so Wimmers Aussage, und Erik Schmidt, Stipendiat der Villa Massimo, dem bedeutendsten Stipendium der Bundesrepublik Deutschland. Für die Generation selbstbewusster Frauen steht die Künstlerin Cornelia Renz, die sich mit Geschlechterthematik beschäftigt. Aus der jüngeren Generation konnten Anna Nero, Rosie James, Jochen Mühlenbrink und Lukas Kummer gewonnen werden.

Anna Nero ist eine schillernde Figur und gilt als aufstrebender Malerstar. Rosie James kommt aus Großbritannien, ist Textilkünstlerin und wird ihren Kurs in englischer Sprache halten, was eine größere Öffnung für internationale Teilnehmer bedeutet. Lukas Kummer macht Grafik Novels, wie beispielsweise Thomas-Bernhard-Geschichten und Jochen Mühlenbrink zählt ebenso zu den aufstrebenden jungen Malern. »Kunst sehen!« ist in zahlreichen Ausstellungen im Alten Feuerhaus zu erleben und für das dritte Motto »Kunst leben!« steht der AkademieKlub mit der 1. Vorsitzenden Susanna Tansley, der gebürtigen Reichenhallerin, die nach 30-jährigem Aufenthalt in Amerika und London jetzt für die spannende Klubaufgabe die Verantwortung übernommen hat. Im ersten Jahr stieg die Mitgliederzahl von 0 auf 67, zusammengesetzt aus Kursteilnehmern und einheimischen Interessenten. Es ist ein Freundes-und Förderkreis für einen Mitgliedsbeitrag sowie zur ideellen Unterstützung, aber auch als Kontaktmöglichkeit mit vielfältigen Angeboten an gemeinsamen Unternehmungen, wie etwa 2019 die Atelierbesuche in Grödig und am Chiemsee oder die Kunstreise nach Wien.

Der AkademieKlub hat sich zum Ziel gesetzt, noch stärker die Reichenhaller für diesen schönen Austausch mit Menschen von auswärts zu begeistern. Für die Gesprächspodien der »Reichenhaller Resonanz« wurden eingeladen: Dr. Johanna Rachinger, Leiterin der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien, Peter Haselsteiner, Strabag-Chef, Unternehmer und Mäzen, Christian Stückl, Intendant des Münchner Volkstheaters und der Oberammergauer Passionsspiele sowie Prof. Armin Nassehi, Soziologe. Elisabeth Aumiller

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