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Das BlechReiz BrassQuintett aus Österreich wurde bei ihrem Auftritt im Pertensteiner Marstall frenetisch gefeiert. Die Veranstaltung im Rahmen des »Musiksommers zwischen Inn und Salzach« hätte allerdings mehr Zuhörer verdient. (Foto: Rasch)

Hochwertige Unterhaltungskost im Marstall

Das österreichische Bundesland Kärnten ist weit über die Grenzen hinaus als Land der Lieder und Sänger bekannt. Die Kärntner singen, wenn sie ihre Freude zeigen wollen und suchen sogar Trost im Singen.

Beim »BlechReiz BrassQuintett«, das im Rahmen der Kulturreihe »Musiksommer zwischen Inn und Salzach« im Pertensteiner Marstall aufgetreten ist, steht zwar die Instrumentalmusik im Vordergrund, die Musiker beweisen aber unisono, dass ihnen das Singen ebenso im Blut liegt und sie sich auf den fünfstimmigen Gesang verstehen. Die kreative Unterhaltungsshow, die durchaus mehr Zuhörer verdient hätte, erwies sich als absolutes und wahres Blechspektakel. Die charmanten Burschen aus Kärnten wurden ob ihrer hochwertigen Unterhaltungskost frenetisch gefeiert und mehrfach auf die Bühne zurückgeholt.

Peter Kosz (Trompete, Cajon), David Zuder (Posaune), Nico Samitz (Trompete), Hannes Burgstaller (Horn) und Martin Kolweis (Tuba), allesamt studierte Musiker, die in ihrem Fach richtig gut und grandios sind, tauchen in eine » reizende« Welt ein, voller Humor und Harmonie. Romantische Werke, authentische Eigenkompositionen und mitreißende Arrangements verpacken sie in verschiedenste Stile und lassen dabei die Herzen mit jedem Takt höher schlagen. Der Unterhaltungswert kommt nie zu kurz: Eine Inszenierung für Augen und Ohren, gepaart mit Virtuosität und Leidenschaft, die seines Gleichen sucht.

Das Quintett holte aus ihren Blechblasinstrumenten das Ultimative heraus und meisterte das abwechslungsreiche und kreative Programm mit Bravour. Als kreativer Kopf des Ensembles schreibt und arrangiert Nico Samitz selbst Stücke für das Brassquintett. Etwa die Komposition »The Joy of Freedom« oder einen Walzer mit dem Titel »Trump bad« für den Mann mit den langen blonden Haaren. Stücke von Steve Wonder oder Freddy Mercury gehören ebenso zum Repertoire wie ein hochromantisches Antonin-Dvorak-Arrangement oder die »Wahnsinns Freud im Gebäud«, entstanden in Quarantänezeiten. Mit ihrem Auftritt als verkleidetes Bio-Obst aus Österreich setzen sie mit dem Titel »Vegetarier Balkan« noch einen drauf. Gabi Rasch

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