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»Ein kulturelles Aushängeschild Traunsteins«

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Das neu renovierte Kulturforum Traunstein mit der Klosterkirche, in der im September wieder die Traunsteiner Sommerkonzerte stattfinden sollen. (Foto: Stadt)

»Die Traunsteiner Sommerkonzerte sind ein kulturelles Aushängeschild der Großen Kreisstadt Traunstein. Das renommierte Kammermusikfestival wird auch nach dem plötzlichen Tod der künstlerischen Leiterin Imke von Keisenberg fortgeführt.«

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So äußerte sich Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer auf Nachfrage unserer Zeitung, wie es mit der beliebten Sommerkonzert-Reihe in Traunstein weitergehen soll. Wie berichtet, hatte Imke von Keisenberg bereits vor ihrem Tod ein vollständiges Konzertprogramm für den 1. bis 7. September 2021 ausgearbeitet und renommierte Künstler dafür gewonnen. Die Konzerte stehen heuer unter dem Motto »Musik aus Israel«.

Wie die Stadt weiter mitteilt, werde die Organisation der Sommerkonzerte vorübergehend vom Witwer Jochen von Keisenberg gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Team und in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung übernommen. Wie es 2022 mit der Konzertreihe weitergeht, werde erst in den kommenden Monaten besprochen.

Das Programm der diesjährigen Sommerkonzerte integriert Werke von jüdischen Komponisten, die unter dem Druck der Diskriminierung und Verfolgung ab Mitte der 1920er Jahre ihre Heimat verlassen haben und nach Palästina, das damalige Mandatsgebiet Israels, ausgewandert sind. Sie fassten in Israel Fuß und prägten die moderne Musik dort maßgeblich mit. In ihrem deutschen Herkunftsland sind sie jedoch so gut wie unbekannt und tau-chen, wie auch andere Komponisten mit jüdischen Wurzeln, im Konzertbetrieb hierzulande kaum auf. Sofern die Konzerte wegen der Corona-Pandemie stattfinden können, wird neben Altbewährtem viel Neues und Erstaunliches im Programm 2021 zu entdecken sein. Alle Konzerte in der Klosterkirche beginnen um 19.30 Uhr.

Am Mittwoch, 1. September, spielt das Ensemble mit Silke Aichhorn Werke von Josef Tal, Avner Dorman, Tzvi Avni und Ludwig van Beethoven. Das Konzert am Donnerstag, 2. September bestreitet das Mandelring Quartett mit Laura Ferreres. Werke von Tzvi Avni und Johannes Brahms kommen zur Aufführung. Das Atos Klaviertrio ist am Freitag, 3. September, zu hören und spielt Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Avner Dorman, Hans Gal und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Am Samstag, 4. September, spielt das Novus Quartett mit Kolja Lessing Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Tzvi Avni, Paul Ben-Haim, Abel Ehrlich und Johannes Brahms. Am folgenden Sonntag, 5. September, sind Werke von Tzvi Avni, Alexander Glasunow, Tomaso Giovanni Albinoni, George Gershwin und Michel Camilo zu hören. Es spiel das SIGNUM Saxophonquartett. Werke von Mordecai Setzer, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Miecyslaw Weinberg und Johannes Brahms kommen am Montag, 6. September, zu Gehör, gespielt von David Orlowski, Anastasia Kobekina und Lauma Skride. Beim Abschlusskonzert am Dienstag, 7. September spielt das Vogler-Quartett mit David Orlowski Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Osvaldo Golijov. Eine Kartenreservierung ist unter der Telefonnummer 0861/2099667 möglich. gi

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